Mobilfunkmultistandard
Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS
TEROPP: Technologies for TERminals in OPPortunistic applications
Die Entwicklung in der drahtlosen Kommunikationswelt erfordert in immer stärkerem Maße eine komplexe, aufwändige Infrastruktur, um die gewünschten Dienste zur Verfügung zu stellen. Das vorhandene Frequenzspektrum ist begrenzt und in höchstem Maße reguliert, so dass für den einzelnen Nutzer nur sehr wenig vom Spektrum übrigbleibt (obwohl meistens ein genügend großer Teil des Frequenzspektrums ungenutzt bleibt). Gerade hier treten Engpässe auf. Die aktuelle Generation von Endgeräten verfügt schon über Möglichkeiten zur Nutzung unterschiedlicher Übertragungswege – allerdings basierend auf den existierenden Standards wie GSM, UMTS oder WLAN und den dafür vorgesehenen Frequenzkanälen.
Die Herausforderung im TEROPP Projekt ist es, technische Lösungen für einen effizienten Zugriff und für eine effiziente Nutzung der spektralen Ressourcen in mobilen Kommunikationsanwendungen zu erarbeiten.
Als Fraunhofer-Carnot Verbundprojekt sind Fraunhofer IIS – als Koordinator – Fraunhofer HHI und Fraunhofer FOKUS mit sechs französischen Carnot Instituten (GET-Telecom, CEA-LETI, CEA-LIST, C3S, IEMN, UTT) an diesem Vorhaben beteiligt, um Architekturen und Technologien für Endgeräte mit kognitivem Radio zur Verfügung zu stellen.
Auf deutscher Seite werden die folgenden Forschungs- und Entwicklungs-Kernpunkte für zukünftige mobile Kommunikationsnetze adressiert:
- Rekonfigurierbarkeit in einem kognitiven Funknetz,
- Optimierung einer eingebetteten Rechnerplattform,
- Co-Design und Optimierung von sehr breitbandigen Frontend-Modulen.
Das nebenstehende Blockschaltbild beinhaltet die wesentlichen Funktionsblöcke zur Erfüllung dieser Aufgabe. Zur Überprüfung des zur Verfügung stehenden Spektrums wird ein frequenzagiler Umgebungssensor benötigt, Kernaufgabe des Fraunhofer IIS.
Dieser stellt Informationen zur Verfügung, mit deren Hilfe das Frequenzmanagementsystem bewerten kann, welche Ressourcen aktuell verfügbar sind und entsprechend genutzt werden können. Diese Funktionalität muss natürlich von breit- oder multibandigen Empfangs- und Sendestufen unterstützt werden. Dazu gehört auch eine entsprechende Antenne.



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