RFID: Radio Frequency Identification
Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS
RFID
- Auf einen Blick
- Technische Beschreibung
- Anwendung
- Angebot
Auf einen Blick
Mit RFID können auf Mikrochips gespeicherte Daten, wie beispielsweise eine Identifikationsnummer, per Funk ausgelesen werden. Im Gegensatz zum Barcode ist RFID wesentlich flexibler anzuwenden und bietet entscheidende Vorteile.
Es können mehrere hundert RFID-Transponder gleichzeitig von einer Lesestation erfasst werden. Für das Auslesen der Daten ist kein Sichtkontakt zum RFID Transponder nötig.
RFID-Transponder sind wiederbeschreibbar und können so, anders als ein Barcode, am Objekt verbleiben und wiederholt genutzt werden. International geltende Standards sichern langfristige, herstellerunabhängige und kostengünstige Verfügbarkeit der Technologie. RFID-Transponder zeigen sich außerdem sehr robust gegenüber Verschmutzung und mechanischer Einwirkung.
Wir erstellen eine umfassende und vollständige Bewertung des Einsatzes der RFID-Technologie sowohl aus technischer als auch aus betriebswirtschaftlicher Perspektive. Auf dieser Basis erstellen wir Handlungsempfehlungen für Ihre Investitionsentscheidungen.
Je nach spezifischer Einsatzart und benötigter Reichweite erweitern und entwickeln wir aber auch individuelle und innovative Lösungen nach Kundenwunsch.
Technische Beschreibung
RFID ist schneller, widerstandsfähiger und kostengünstiger als alle vergleichbaren Technologien. Fraunhofer IIS bietet Ihnen eine maßgeschneiderte Lösung für Ihre Anwendung.
Die RFID-Technologie ermöglicht den Datenaustausch zwischen einer Schreib- / Lesestation und einem an einem Objekt angebrachten RFID-Transponder. Ein integriertes IT-System verwertet die ausgelesenen Informationen.
Die elektronischen Etiketten können darüber hinaus auch Informationen speichern. Sie bestehen aus einem Mikrochip mit zugehöriger Antenne sowie einem Träger oder Gehäuse. Der Informationsaustausch wird von der Schreib- / Lesestation initiiert. Sie sendet elektromagnetische Wellen, die den RFID-Transponder aktivieren. Dieser speichert gegebenenfalls die erhaltene Information und sendet bei einer Abfrage die Daten zurück.
Passive RFID-Transponder gewinnen ihre Energie aus dem elektromagnetischen Feld des Readers und haben darum nur eine begrenzte Reichweite von wenigen Metern. Im europäischen Raum nutzt RFID den Frequenzbereich bei 13,56 MHz (HF), sowie den der UHF-Bereich bei 865–869 MHz. HF Tags sind ultraflache passive RFID-Transponder, die samt Antenne auf eine Folie aufgebracht werden und somit sehr preisgünstig sind. Allerdings haben sie eine geringe Reichweite. Passive UHF Transponder bieten eine höhere Reichweite (bis zu 10 Meter) und sind im Vergleich zu den Smart Tags teurer.
Aktive RFID-Transponder sind mit einer eigenen Batterie versehen. Sie können eine Reichweite von bis zu 100 Metern erreichen, haben aber nur eine begrenzte Lebensdauer und sind teurer als passive Transponder.
RFID-Transponder sind wiederbeschreibbar und können so, anders als ein Barcode, am Objekt verbleiben und wiederholt genutzt werden. International geltende Standards wie EPCGlobal sichern langfristige, herstellerunabhängige und kostengünstige Verfügbarkeit der Technologie. RFID-Transponder zeigen sich außerdem sehr robust gegenüber Verschmutzung und mechanischer Einwirkung.
Anwendung
Die RFID-Technologie wird bereits auf den verschiedensten Anwendungsgebieten branchenübergreifend eingesetzt.
Logistik – lückenlose Verfolgung
RFID-Transponder schließen die Lücke zwischen dem physischen Warenfluss und dem unternehmensübergreifenden Informationsfluss. Transponder auf Paketen enthalten z. B. logistische Informationen wie Ziel, Ankunftszeit oder Inhalt. Damit lässt sich ein Objekt entlang eines Transportwegs lückenlos verfolgen. Künftig werden die Objekte in der Lage sein, selbststeuernd zu agieren. Große Container mit aktiven elektronischen Etiketten könnten dann einem Kran selbst »mitteilen«, in welcher Halle sie gelagert werden sollen. In der Medikamentenbranche kann das Etikett mit einem Temperatursensor gekoppelt werden. Dadurch kann z.B. überwacht werden, ob das Arzneimittel immer kühl gelagert wurde.
Produktion – Hilfe bei der Herstellung und im Vorortservice
Mit RFID kann der Produktionsweg eines jeden Bauteils nachvollzogen werden. Bei Rückrufaktionen wäre bekannt, an welchem Ort und zu welchem Zeitpunkt der Produktionsfehler geschehen ist. Im Maschinenbau erleichtert RFID den Vorortservice. Die Beteiligten erhalten eindeutige Kenntnisse über das auszutauschende Teil, können schnell reagieren und so Zeit und Kosten sparen. Die Vision einer Produktverfolgung von der Herstellung über den Gebrauch bis hin zum Recycling wird mit RFID greifbar.
In Werkzeuge oder Werkzeugteile integrierte RFID-Transponder ermöglichen die genaue Zuordnung zum gefertigten Produkt.
Plagiatschutz – eindeutige Identifizierung
Bei hochwertigen Produkten lohnt sich der Einbau eines RFID-Transponders mit einer Seriennummer. Das Produkt kann damit eindeutig identifiziert und von Fälschungen unterschieden werden. Zur Sicherheit wird der Transponder untrennbar mit dem Bauteil verbunden.
Spiele – intelligente Figuren
Bei Spielen könnte die RFID-Technologie als Eingabeschnittstelle dienen. Damit werden mit Hilfe der elektronischen Helfer die Züge der Spieler auf einem Spielbrett erfasst und auf einen Rechner übertragen. Spiele z. B. über das Internet sind dadurch möglich. Auch lassen sich neue Spielideen mit Spielfiguren finden, die mit einem RFID-Transponder ausgestattet sind.
Zugangskontrolle – immer der Richtige
RFID wird vor allem beim Mitarbeiterzugang in Firmen aber auch in Fußballstadien, im öffentlichen Personennahverkehr oder bei Mautsystemen eingesetzt. Dadurch reduzieren sich die Kosten durch Flexibilität und Mehrfachnutzung. Zusätzlich erhöht die RFID-Technologie die Sicherheit vor Missbrauch.
Asset Management – schnell finden
Ein RFID-gestütztes Asset Management in einer Firma erlaubt die gezielte Optimierung des Bestands von Werkzeugen, Hilfsmittel oder Messgeräten und deren Wartung. Durch den Einsatz von RFID sind lückenlose Informationen über Ort und Nutzer der Güter vorhanden. Dadurch kann man deren Einsatz steuern und optimieren. Dies geschieht unter den Gesichtspunkten Umlaufzeiten, Quantität, Qualität und den damit verbundenen Kosten und Investitionen.
Angebot
Das Fraunhofer IIS verfügt über umfassendes Know-How Ihr individuelles RFID-System kostengünstig zu realisieren. Wir haben Zugang zu hochmoderner Messtechnik und -methoden, Fördertechnologie, sowie ab 2012 ein komplettes Testzentrum für die Simulation realer Einsatzszenarien.
Wir bieten Ihnen ein Komplettangebot, das sie in Gänze oder in Komponenten nutzen können:
- RFID-Coaching: Was ist für Ihre spezielle Anwendung unter den vielen Möglichkeiten die genau richtige Technik?
- Kosten-Nutzen-Analysen: Und welche Technik ist nicht nur technisch, sondern auch wirtschaftlich die Richtige für Sie?
- Risiko-Analyse: Neben Technik und Wirtschaftlichkeit muss Ihr idealer Tag absolut datensicher sein.
- RFID-Entwicklung: Wenn es am Markt nicht das Passende gibt, entwickeln wir es für Sie.
- Systemdesign: Wir entwickeln zusammen mit starken Partnern auch das komplette RFID-basierte Informationssystem.
- Implementierungs-Support: Wir sorgen dafür, dass Ihre Implementierungsphase schnell und sicher abgeschlossen wird.
- Service Engineering: Auf Basis Ihres implementierten Systems entwickeln wir zusätzliche neue RFID-Services für Ihre internen und externen Kunden.


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