Netzwerksimulation und Testautomatisierung

Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS

Simulationskomponente

Stochastische Simulation

Die Simulationskomponente stellt die Mittel zur automatisierten Simulation vorhandener UML-Modelle bereit. Die Möglichkeiten reichen hierbei von der Abschätzung der Systemperformanz anhand klassischer Quality-of-Service-Kriterien über die Aufdeckung von Flaschenhälsen im System bis zur Optimierung der Performanz durch systematische Variation der Systemparameter.

Die Simulation greift dafür auf zwei Diagrammtypen zurück. Kompositionsstrukturdiagramme beschreiben, wie das System aus einzelnen Modulen aufgebaut ist, während Zustandsdiagramme das Verhalten dieser Module spezifizieren. In einem Zwischenschritt vor der Simulation müssen die relevanten Performanzparameter mit Hilfe standardisierter UML-Profile in das Modell integriert werden.

Nach erfolgter Simulation können die Ergebnisse dann in das Modell zurückgeführt werden, so dass die Analyse der Ergebnisse direkt anhand des Modells erfolgen kann. Während der Durchführung der Simulation stehen verschiedene Animationsmöglichkeiten zur Verfügung. Dadurch können das Verhalten des Systems und das Zusammenspiel der Einzelkomponenten visualisiert werden. Die Erkennung von unerwünschten Abläufen im System wird so entscheidend vereinfacht.

Die Aussagekraft der Simulationsergebnisse wird durch die Anwendung statistischer Methoden sichergestellt. Es kommen insbesondere die Durchführung mehrerer unabhängiger Simulationsläufe und die Berechnung von Konfidenzintervallen zum Einsatz. Zur Auswertung der Ergebnisse stehen neben der Rückführung in das UML-Modell weitere Möglichkeiten zur Verfügung, beispielsweise die Erstellung von Histogrammen und die Darstellung der zeitlichen Entwicklung verschiedener Parameter.