GoalRef™ - Die Torlinientechnik

Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS

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Phantomtor? Kein Problem!

70. Minute, Eckball, eine Standardsituation wird zum Phantomtor. Stefan Kießling köpft den Fußball ins Tor, vermeintlich. Jedoch glitt das Leder außen am Pfosten vorbei und durch ein Loch im Netz ins Torinnere. Das Spiel Hoffenheim gegen Leverkusen ist deshalb immer noch heftig umstritten. Mit GoalRef™  hätte ein Blick von Felix Brych auf die Uhr gereicht, um die Situation eindeutig zu klären.

 

Fußball wird fairer - dank Technik

„Ein erzieltes Tor ist gültig, wenn der Ball die Torlinie zwischen den Torpfosten und unterhalb der Querlatte in vollem Umfang überquert […]“, so heißt es in Regel 10 der FIFA. Genau dies ist mit dem bloßen Auge oft nicht exakt zu erkennen.

 

Funktionsweise GoalRef™

Durch ein Magnetfeld um und Antennen im Tor erkennt das Tor-Entscheid-System genau, wann der passive Fußball komplett hinter der Torlinie ist. Dies wird in Sekundenbruchteilen ausgewertet und an die Schiedsrichter-Uhr gesendet.

Funktionsweise Torlinientechnologie

  • (1) Im Tor herrscht ein Magnetfeld.
  • (2) Im Fußball befinden sich Spulen, welche - sobald sie in das Tormagnetfeld gelangen - mittels Induktion ein eigenes Feld aufbauen. Das Magnetfeld  des GoalRef™ Balls wird mittels der Magnetfeldänderung am Tor durch die dort befindlichen Antennen detektiert. Die Auswerteeinheit liest und bewertet die Daten. Ist der Ball in vollem Umfang hinter der Linie, entsteht ein eindeutiges Signal.
  • (3) Das Ergebnis, Tor oder nicht Tor, wird nun in Echtzeit und sicher verschlüsselt an den Schiedsrichter übertragen.
  • (4) Handelt es sich um ein Tor, erscheint „Goal“ auf der Armbanduhr des Unparteiischen.
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GoalRef™  Komponenten:

  • modifiziertes Tor
  • passiver Fußball
  • Auswerteeinheit mit Funkübertragung
  • Schiedsrichteruhr

 

 

Der passive Fußball

Die Spulen in den intelligenten Bällen sind passive Elemente und dadurch jederzeit einsatzbereit, ohne dass beispielsweise Batterien geladen werden müssten.

Seamless Ball-Integration

Die extrem leichten und flexiblen Spulendrähte befinden sich im Ball zwischen Blase und Außenhülle. Es befindet sich weiter nichts, folglich auch kein Chip, im Ball. Etliche Tests von unabhängigen Prüfanstalten und Profisportlern belegen, dass sich ein GoalRef™ - Ball ebenso wie ein herkömmlicher Ball verhält. Eine Integration ist in alle gängigen Fußbälle, ob genäht oder geklebt, möglich.

Eindeutige Ballerkennung

In unserem passiven Fußball, den mittlerweile drei Firmen vertreiben, befinden sich passive Spulen. Der Fußball kann dadurch eindeutig von ball-ähnlichen Gegenständen unterschieden werden. Handtücher oder Basecaps im und am Tor sind folglich unbedenklich Außerdem stellt Verdeckung durch Gegenstände oder Spieler keine Beeinträchtigung dar. Das System erkennt den Ball zuverlässig und eindeutig.

Automatische Torerkennung

Höchste Präzision

Durch die Verwendung von Hochfrequenztechnik ist GoalRef™  eine der exaktesten Torlinientechniken welche von der FIFA lizenziert wurden und unterbietet die geforderte Genauigkeit deutlich.

„Röntgenblick“

GoalRef™  löst jede erdenkliche Torsituation auf. Verdeckung des Fußballes durch Spieler stellt keine Herausforderung dar. Auch wenn das bloße Auge oder Kameras den kompletten Ball nicht sehen, wird dieser von GoalRef™  detektiert und die Torsituation wird einwandfrei erkannt. Daraus folgt eine eindeutige Entscheidung: Tor oder nicht!

Absolut sichere Datenübertragung

Um die Torlinientechnik extrem sicher zu machen werden beste Verschlüsselungsmethoden verwendet um die Torbenachrichtigung per Funk von der Auswerteeinheit  zu den  Uhren der Schiedsrichter zu übertragen.

Autonomes System

Die von uns entwickelte Torlinientechnik GoalRef™  arbeitet komplett eigenständig und dadurch stets zuverlässig sowie objektiv, es ist kein menschliches Eingreifen notwendig.

Angepasst für den Fußball - Überall Einsetzbar

Es wird keine Infrastruktur benötigt, lediglich eine normale Steckdose sorgt für die Stromversorgung der Auswerteeinheit. Produkte, die auf der GoalRef™-Technologie basieren, haben immenses Marktpotential, da sie über den Profifußball hinaus in weiteren Profiballsportarten und langfristig im Amateurbereich eingesetzt werden. So wurde GoalRef™  auch im Handball erfolgreich eingesetzt.

 

Bei jedem Wetter

Die robuste und zuverlässige Torlinientechnik des Fraunhofer IIS arbeitet wetterunabhängig. Somit stellen Dunkelheit, Regen, Nebel, Schnee und extreme Hitze keinerlei Beeinträchtigung dar. Auch wechselnde Lichtverhältnisse durch Scheinwerfer oder Wolken wirken sich in keiner Weise auf die Technologie aus.

 

Kurze Installations- und Umrüstzeiten

Das System kann innerhalb kürzester Zeit in jedem Stadion oder Trainingsplatz installiert werden. Außer eines konventionellen Stromanschlusses und den Bodenhülsen der Tore ist keine Infrastruktur notwendig.

Einführung im Fußball

Nach der positiven Entscheidung der FIFA soll das System Schritt für Schritt in den Profiligen eingesetzt werden. So wurde GoalRef™ bereits mit großem Erfolg bei der FIFA-Klub WM 2012 in Japan eingesetzt. Ebenso schworen die Schiedsrichter beim Copa Amsterdam im Mai 2013 auf den Einsatz des Systems. Bei mehreren kritischen Torsituationen leistete es wie erwartet gute Dienste.

Geschichte

2013:

Phantomtor durch Stefan Kießling

In der 70. Spielminute zwischen Hoffenheim und Leverkusen passierte das sogenannte Phantomtor. Stefan Kießling köpfte den Ball vermeintlich ins Tor. Der Ball jedoch glitt außen am Pfosten vorbei und durch ein Loch im Netz ins Torinnere. Hierdurch gewann der Schiedsrichter Felix Brych den Eindruck eines gültigen Tors. Mit GoalRef™  hätte er die Situation sofort klären können und das Tor wäre nicht gegeben worden.

Copa Amsterdam

Nach nur 20 Sekunden Spielzeit kommt der Ball gefährlich nahe an die Torlinie heran. Dem Schiedsrichter des Spiels Ajax Amsterdam gegen Chelsea Ghana fällt die Entscheidung schwer. Derartige Situationen kehren im Fußball immer wieder. Gut, dass GoalRef™ bei allen 19 Spielen beim Copa Amsterdam im Mai 2013 mit von der Partie war. Die Schiedsrichter konnten wählen, ob sie mit oder ohne die Torlinientechnologie GoalRef™ arbeiten wollen. »Keiner entschied sich dagegen, ich denke das spricht für sich. Außerdem gab es mehrere strittige Entscheidungen, bei denen GoalRef™ für Klarheit sorgen konnte. «, resümiert Thomas Pellkofer, Mitarbeiter am Fraunhofer IIS.

2012

Klub-WM

GoalRef™  wird bei der Fußball Klub-WM in Japan evaluiert und für gut befunden.

Nie mehr Wembley

Im Fußball gab es immer wieder strittige Torsituationen, unvergessen sicherlich das Wembley-Tor von Geoff Hurst beim WM-Endspiel 1966 in London. Am 5. Juli 2012 entschloss sich das für Regelfragen zuständige International Football Association Board IFAB grünes Licht für GoalRef™, die sogenannte Torlinientechnik. Das Fraunhofer IIS entwickelte eine automatische Torerkennung, mit der es möglich ist, exakt festzustellen ob es sich um ein Tor nach FIFA-Regel handelt oder nicht. Auf diese Weise wird der Mannschaftssport noch fairer, denn Schiedsrichter können sich hundertprozentig auf die Entscheidung des Systems verlassen.

Unabhängige Tests, zweite Runde

In der zweiten Prüfphase haben die unabhängigen Tester der EMPA (Eidgenössische Materialprüfungs Anstalt) im Labor, in Feldtests, im Training und bei Live-Profispielen das System auf Herz und Nieren geprüft. Insgesamt wurden mehrere tausend Torschüsse ausgewertet, um die Zuverlässigkeit zu beurteilen und zu prüfen, ob die Schiedsrichter auch sekundenschnell die Benachrichtigung erhalten. Diese umfangreichen Untersuchungen hat das System GoalRef™  erfolgreich bestanden.

2011 FIFA - Testphase bestanden

Start der FIFA-Testphase mit neun Torlinientechnologien, nur zwei Technologien überstanden diese Testphase, GoalRef™ war dabei!

Weiterentwicklung vom Handball- zum Fußballtor

2010 Freigabe für Handball

Freigabe durch den Internationalen Handballverband (IHF) für die Handball-WM.

2008 Einsatz bei Handball-WM

Einsatz der Technologie bei der Junioren Handball-WM der Damen in Mazedonien.

2003 erste Idee

Die ersten Ideen werden entwickelt, die Vision mit GoalRef™ den Fußball und andere Sprotarten durch mehr Fairness zu verbessern ist geboren.

Zuverlässige Torlinientechnik

Das GoalRef™-System ist ein zuverlässig arbeitendes System zur Detektion von Toren im Fußball und wurde von der FIFA lizenziert. Bei Interesse an dem System sprechen Sie uns einfach an. Auf Wunsch beantworten wir Ihnen Ihre Fragen oder senden Ihnen weitere Informationen zu.

Haben Sie Interesse an einer Anpassung des Systems an Ihre Sportart? Fragen Sie uns einfach nach einer Zusammenarbeit oder den Konfigurationsmöglichkeiten. Diese sind grundsätzlich breit gefächert, so dass GoalRef™ auf Wunsch an viele Ballsportarten angepasst werden kann.

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