GoalRef™
Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS
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Auf einen Blick
Toooooor!
Oder doch nicht?
Nach nur 20 Sekunden Spielzeit kommt der Ball gefährlich nahe an das Tor heran. Dem Schiedsrichter fällt die Entscheidung beim Spiel Ajax Amsterdam gegen Chelsea Ghana schwer. Gut, dass GoalRef™ bei allen 19 Spielen beim Copa Amsterdam im Mai 2013 eingesetzt wurde. Den Schiedsrichtern wurde die Wahl gelassen, ob sie mit oder ohne Torlinientechnologie arbeiten wollen. »Keiner entschied sich dagegen, ich denke das spricht für sich. Außerdem gab es viele strittige Entscheidungen, bei denen GoalRef für Klarheit sorgen konnte.«, resümiert Thomas Pellkofer, Mitarbeiter am Fraunhofer IIS.
Bevor Torlinientechnologien zur Verfügung standen, war nicht jedes gegebene Tor tatsächlich eines - oder auch umgekehrt: Manchmal wurden Tore als solche gewertet, obwohl sie keine waren. Jeder Fußballfan weiß, dass meist nicht einmal nachträglich per Kamerabeweis erkennbar ist, ob es definitiv ein Tor war oder nicht. Damit ist nun Schluss.
Das Fraunhofer IIS hat das GoalRef™-System entwickelt, um Klarheit in jede erdenkliche Torsituation zu bringen. Hierbei handelt es sich um ein niederfrequentes magnetfeldbasierendes Funksystem. Es erkennt verlässlich, ob der Ball die Torlinie wie in den Richtlinien der FIFA geschrieben steht „in vollem Umfang“ überschritten hat, oder nicht.
Funktionsweise Torlinientechnologie
Bei GoalRef™ handelt es sich um ein funkbasiertes Sensorsystem, welches mit Hilfe eines niederfrequenten Magnetfeldes Torsituationen präzise erkennt.
„Ein erzieltes Tor ist gültig, wenn der Ball die Torlinie zwischen den Torpfosten und unterhalb der Querlatte in vollem Umfang überquert […]“, so heißt es in Regel 10 der FIFA. Genau dies ist meist nicht mit dem bloßen Auge erkennen. Hier unterstützt GoalRef den Schiedsrichter bei seiner schwierigen Entscheidung.
Wie funktioniert GoalRef™?
Das System arbeitet mittels zwei niederfrequenter Magnetfelder. Das eine befindet sich im Torraum, das andere entsteht in und um den Fußball, sobald dieser in die Nähe des Tores gelangt. Dies geschieht auf Grund von Induktion, hervorgerufen durch die passiv elektronische Schaltung im Ball. Die Wechselwirkung zwischen dem Erregerfeld im Tor und dem induzierten Feld beim Ball kann mit Hilfe von Detektionsspulen am Tor erfasst und exakt ausgewertet werden.
Durch Messung und Interpretation der Änderungen des Magnetfeldes im Tor kann exakt bestimmt werden, ob sich der Ball hinter der Linie befindet oder nicht. Den Schritt der Verarbeitung übernimmt ein Computer mittels einer Software des Fraunhofer IIS. Damit wird ein zuverlässiges und eindeutiges Ergebnis ermittelt. Nun steht fest, ob der Spieler gerade ein Tor erzielt hat oder nicht.
Die Entscheidung wird drahtlos an die Uhr des Schiedsrichters übermittelt. Die Meldung erscheint in Echtzeit auf dem Display der Uhr, dieses visuelle Signal wird durch Vibration am Handgelenk ergänzt. Die Information wird verschlüsselt übertragen, so dass sie nicht von Dritten mitgehört oder verfälscht werden kann. Dies alles geschieht in kürzester Zeit, so dass der Spielablauf nicht gestört wird.
Anwendung
»Produkte, die auf der GoalRef™-Technologie basieren, haben immenses Marktpotential, da sie über den Profifußball hinaus in weiteren Profiballsportarten und langfristig im Amateurbereich eingesetzt werden«, erläutert Projektleiter René Dünkler.
Nach der positiven Entscheidung der FIFA soll das System Schritt für Schritt in den Profiligen eingesetzt werden. So wurde GoalRef™ bereits mit großem Erfolg bei der FIFA-Klub WM 2013 in Japan eingesetzt. Ebenso schworen die Schiedsrichter beim Copa Amsterdam im Mai 2013 auf den Einsatz des Systems. Bei den vielen kritischen Torsituationen leistete es wie erwartet gute Dienste.
Angebot
Bei Interesse an unserem GoalRef™-System sprechen Sie uns einfach an.
Auch bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.








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