GoalRef™

Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS

Auf einen Blick

Toooooor!

Oder doch nicht?

Die Fehlentscheidungen im Fußball häufen sich, deshalb hat sich die FIFA Anfang Juli 2012 für Torentscheidsysteme ausgesprochen. Jeder Fußballfan weiß, dass aktuell nicht einmal nachträglich eindeutig erkennbar ist, ob es nun ein Tor war oder nicht.

Um solch unfaire Entscheidungen in Zukunft zu vermeiden, hat das Fraunhofer IIS das GoalRef™-System entwickelt. Hierbei handelt es sich um ein niederfrequentes magnetfeldbasierendes Funksystem. Es erkennt exakt, ob der Ball die Torlinie vollständig überquerte oder nicht.

Nach einigen Tests hat sich die FIFA (Fédération Internationale de Football Association) für technische Torentscheidsysteme ausgesprochen. Ende November 2012 wurden nun die Verträge für die FIFA Klubweltmeisterschaft zwischen dem Fraunhofer IIS und der FIFA unterschrieben.

Technische Beschreibung

Bei GoalRef™ handelt es sich um ein funkbasiertes Sensorsystem, das mit Hilfe eines niederfrequenten Magnetfeldes  Tore präzise erkennen kann.

„Ein erzieltes Tor ist gültig, wenn der Ball die Torlinie zwischen den Torpfosten und unterhalb der Querlatte in vollem Umfang überquert, sofern das Team, das den Treffer erzielt hat, zuvor nicht gegen die Spielregeln verstoßen hat“, so heißt es im Regelwerk der FIFA. Doch genau das lässt sich eben manchmal nicht mit dem bloßen Auge erkennen. Hier kann GoalRef helfen.

Das System arbeitet mittels niederfrequenter Magnetfelder. Das eine befindet sich im Torraum, das andere entsteht im und um den Fußball, sobald er in die Nähe des Tores gelangt. Das geschieht auf Grund einer Induktion, hervorgerufen durch die passive elektronische Schaltung im Ball. Die Wechselwirkung zwischen dem Erregerfeld im Tor und dem induzierten Feld beim Ball kann mit Hilfe von Detektionsspulen am Tor erfasst werden.

Durch Messung und Interpretation der Änderungen des Magnetfeldes im Tor kann exakt bestimmt werden, ob der Ball sich hinter der Linie befindet oder nicht. Den Schritt der Verarbeitung übernimmt ein Computer mittels einer Software des Fraunhofer IIS. Damit wird ein zuverlässiges und eindeutiges Ergebnis ermittelt. Nun steht fest, ob der Spieler gerade ein Tor erzielt hat oder nicht.

Die Entscheidung wird drahtlos an die Uhr des Schiedsrichters übermittelt. Die Meldung erscheint in Echtzeit auf dem Display der Uhr, dieses visuelle Signal wird durch Vibration am Handgelenk ergänzt. Die Information wird verschlüsselt übertragen, so dass sie nicht von Dritten mitgehört oder verfälscht werden kann.

Anwendung

»Produkte, die auf der GoalRef™-Technologie basieren, haben immenses Marktpotential, da sie über den Profifußball hinaus in weiteren Profiballsportarten und langfristig im Amateurbereich eingesetzt werden«, erläutert Projektleiter Ingmar Bretz.

Nach der positiven Entscheidung der FIFA soll das System Schritt für Schritt in den Profiligen eingesetzt werden, beginnend mit einem Testlauf während  der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft in Japan im Dezember 2012.

Angebot

Bei Interesse an unserem GoalRef-System sprechen Sie uns einfach an.

Auch bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.