Daedalus - Modulare, energieautarke Trackingsysteme

Überblick über das Projekt »Daedalus«

Eine rein satellitenbasierte Lösung ist für die meisten Trackingsysteme nur bedingt geeignet, da der hohe Strombedarf die Funktionsdauer stark einschränkt. Die erforderlichen kleinen Wartungsintervalle oder sehr großen Batterien verhindern die Akzeptanz beim Nutzer  und vermeiden einen wirtschaftlichen Einsatz.

 

Alternative Systeme, welche nur auf RFID-Technologien oder stromsparenden aktiven Kommunikationslösungen basieren, haben die Einschränkung, dass ihre Funktion in der Regel nur innerhalb eines eng begrenzten geographischen Gebiets gegeben ist.

Ziel des Projekts »Daedalus« ist es daher, eine Lösung zu schaffen, welches die Vorteile von satellitenbasierten und RFID-Lösungen kombiniert, um dadurch die jeweiligen Nachteile zu kompensieren.

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Daedalus ist ein Gemeinschaftsprojekt von: DFKI und Fraunhofer IIS

Projektträger: Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)

Gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (Förderkennzeichen 50NA1311)

Projektdetails zu »Daedalus«

Grafik des Aufbaus von «Daedalus»
© Foto Fraunhofer IIS

Aufbau des Projekts

Baukasten Projekt «Daedalus»
© Foto Fraunhofer IIS

Modularer Baukasten für den anwendungsspezifischen Tag

Tagverbund in «Daedalus»
© Foto Fraunhofer IIS

Schematische Darstellung eines Tagverbunds

Ziel des Projekts »Daedalus« ist die Entwicklung von Technologien für verlustleistungsarme Trackingsysteme. Damit soll ein modulares, adaptierbares Trackingsystem für vielfältige Anwendungen realisiert werden, das im Baukastenprinzip verschiedenste Anforderungen erfüllen kann.

Um einen vielseitigen Einsatz und eine umfangreiche Verwertung des entwickelten Systems zu sichern, muss durch effiziente Algorithmen, geschickte Systemdefinition und Systempartitionierung und niedrigen Energieverbrauch ein hoher Grad an Miniaturisierung erreicht werden.

Neben der reinen Positionsbestimmung und Übermittlung sollen zusätzlich durch Sensoren ermittelte Informationen des Objekts übertragen werden.

Solche Informationen können je nach Anwendungen variieren. Typische Parameter wären beispielsweise die Kühltemperatur eines Lebensmitteltransports, der Pulswert eines Patienten oder der Schließzustand eines Gefahrguttransports.

Synergien nutzen

  • Satellitenbasierte Lokalisierung: GNSS-Snapshot-Receiver, Bewegungsklassifikation für eine verbesserte Positionierung
  • Kommunikation: International einsetzbare, energieeffiziente Nahbereichskommunikation ermöglicht eine kooperative und relative Lokalisierung
  • Energieversorgung: Miniaturisierte Energy Harvesting Systeme mit Maximum Power Point Tracking zur Nutzung von Umweltenergie wie Licht, Bewegung und Temperatur
  • Sensorik: Aggregation und Reduktion der Sensordaten zur Verringerung der Kommunikation, Bewegungsdetektion anhand von Sensordaten zur Steuerung der Häufigkeit von Tracking und Übertragung
  • Integrations- und Anwendungsplattform: Back-end-Lösung zur anwendungsspezifischen Aufbereitung der ermittelten Daten des Tracking-Tags

Mögliche Anwendungsbereiche

  • Objektortung (Assettracking), z.B.:
  • Überwachung kleiner wertvoller Güter, wie Messgeräte, Werkzeuge, Ersatzteile oder Material für Baustellen
  • Verfolgung von sensiblen Objekten wie z. B. Gefahrgut oder pharmazeutischen Produktens
  • Im Bereich der Weltraumrobotik

 

  • Personen- und Wildtierortung, z.B.:
  • In Krisen-, Katastrophen- oder Kampfgebiete
  • Im Betreuungs- und Pflegebereich
  • Monitoring von Wildtieren
  • Überwachung von Nutz- und Arbeitstieren

 

Durch die Nutzung des Baukastensystems sind viele weitere Anwendungen denkbar.
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