CinCAM

Fraunhofer Institute for Integrated Circuits

Computerassistierte Mikroskopie zur Cervixabstrich-Analyse CinCAM®

Ein vollständig integriertes System zur automatischen Lokalisation und Klassifikation der Cervixzellen auf digitalisierten Bildern.

Das Cervixkarzinom ist eine der häufigsten bösartigen Krebserkrankungen bei Frauen. Bei der Vorsorgeuntersuchung werden Zellproben am Cervix uteri entnommen und unter dem Mikroskop untersucht. Die Analyse dieser Proben erfolgt überwiegend in spezialisierten zytologischen Labors. Dabei hängt die Qualität der Befundung von der Güte des Präparats und der Erfahrung des Personals ab, zumal die Mikroskopuntersuchung für das Laborpersonal extrem ermüdend ist.

Die besondere Problematik bei diesen Analysen besteht darin, dass durchschnittlich zehn bis fünfzehn Prozent aller Fälle fehlklassifiziert werden, d. h. Tumorzellen werden nicht erkannt (falsch-negative Befundung) bzw. gesunde Zellen werden fälschlich als malign erkannt (falsch-positive Befundung). Hiermit sinkt die Chance auf eine rechtzeitige Behandlung; Dies führt dann zu erheblichen psychologischen Belastungen bei den Patientinnen.

Unsere Entwicklung

Um den Arbeitsaufwand zu verringern und die Qualität der Befundung zu steigern, arbeitet das Fraunhofer IIS in Erlangen an einem automatisierten Auswertungsverfahren: CinCAM®. Der Probenträger wird automatisch mit Hilfe des Mikroskops gescannt und die Bilder werden digitalisiert. Innovative Bildverarbeitungsalgorithmen ermöglichen die schnelle und zuverlässige Analyse und damit die computerassistierte Diagnose von cancerogenen Zellen. Dazu gehört die Entwicklung einer automatischen Lokalisation und Klassifikation der Cervixzellen auf den digitalisierten Bildern.

CinCAM® bietet ein vollständig integriertes System: zum einen werden Zellen am Mikroskop automatisch digitalisiert und zum anderen, parallel dazu, am Computer segmentiert und klassifiziert.