Abteilungsprofile

Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS

Funkortung Bühne

Abteilungsprofil Funkortung und -kommunikation

Die Abteilung Funkortung und -kommunikation ist aus der Abteilung Hochfrequenz- und Mikrowellentechnik hervorgegangen. Sie steht fachlich auf den Säulen Identifikation (RFID), Kommunikation und funkgestützte Lokalisierung. In allen Bereichen kann die Abteilung auf eine Erfahrung von zehn Jahren und länger zurückblicken. Die Ergebnisse der Forschung fließen zum einen in die Technologiegeschäftsfelder »Lokalisierung und Navigation« sowie in »Embedded Systems« ein. Zum anderen haben sie für Anwenderbranchen - speziell Automotive, Logistik, Sicherheit, Sport und Fitness sowie Energie - eine hohe Relevanz.

Die Kompetenzen der Abteilung Funkortung und -kommunikation liegen in den folgenden Bereichen:

RFID: Zentral sind hier Machbarkeitsstudien für Kunden zum Einsatz von HF und UHF RFID Technologien, kundenspezifische technologische Weiterentwicklungen sowie Entwicklung eigener UHF-Reader-Technologien.

Funksysteme: Die Schwerpunkte in diesem Bereich liegen in der Konzeption und Entwicklung kundenspezifischer Telemetrielösungen mit hohen Reichweiten und einer sicheren Übertragung.

Adaptive Ortungssysteme: Aufbauend auf den breit gestreuten Kompetenzen sowie der Winkel- und Laufzeitmessung werden komplette Lokalisierungssysteme vom HF-Frontend bis zur Messdatenverarbeitung und Auswertung entwickelt. Der Fokus liegt hier auf der Skalierbarkeit und dem einfachen Aufbau sowie Instrumentierungsaufwand von Ortungssystemen.

Laufzeitbasierte Funkortung: Hauptbeschäftigungsfeld ist die lokale infrastrukturbasierte Funkortung mittels Laufzeitmessung. Fragestellungen des Systemdesigns behandeln beispielsweise das nachrichtentechnische Konzept (Wahl der Architektur, Entwurf der Trackingsignale, Mehrfachzugriff auf den Kanal, Identifikation, zusätzliche Übertragung von Sensordaten sowie Synchronisationsmechanismen) und die Beschäftigung mit zentralen Parametern (z.B. Größe des zu erfassenden Areals, Zahl der Funkknoten in der Infrastruktur und Systemkapazität).

Sensorfusion und Ereignisverarbeitung: Aufgabenschwerpunkt ist hier die Verarbeitung von Sensordaten (primär Positionsdaten), welche nach dem Prinzip Sensorfusion mit anschließender Ereignisverarbeitung abläuft. Wesentlich sind dabei die Echtzeitverarbeitung als auch die Entwicklung von Anwendungen. Daneben werden zentrale Beiträge zur Standardisierung von Lokalisierungstechnologien geleistet.

Voraussetzungen

Interesse an funkbasierter Lokalisierung und Kommunikation sowie ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Elektro-, Hochfrequenz- oder Nachrichtentechnik, Mathematik, Informatik oder vergleichbare Fähigkeiten. Darüber hinaus sind Kenntnisse im Bereich drahtlose Kommunikation, digitale Signalverarbeitung und Algorithmik vorteilhaft. Außerdem ist Erfahrung im Bereich analoger bzw. digitaler Schaltungsentwurf, Simulation, Verifikation, Software-Entwurf, Modellierung und Verifikation von Bedeutung.