Mitarbeiter
Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS
Carolin Rödel
1. Wer oder was hat Sie zu Ihrem Studium inspiriert?

- »Ich will es später mal besser machen!«
Ich studiere Mathematik und Physik für das Lehramt am Gymnasium. In beiden Fächern hatte ich gute Lehrer, die mich inspiriert haben. Es gab aber auch schlechte Lehrer, bei denen dachte ich mir dann, ich will es selber mal besser machen.
2. Hatten Sie bei der Berufswahl Unterstützung?
Meine Eltern haben gesagt, ich soll selbst entscheiden, was ich machen möchte, und sie unterstützen mich dabei. Von Freunden bekomme ich schon öfter zu hören »du bist doch verrückt, du studierst Physik und Mathe«.
3. Seit wann haben Sie Kontakt zu Fraunhofer?

- »Vor dem Studium machte ich ein achtwöchiges Praktikum.«
Für mein Studium musste ich ein achtwöchiges Betriebspraktikum in einem physikalisch-technischen Arbeitsbereich machen. Das habe ich vor Studienbeginn am Fraunhofer IIS abgeleistet. Weil das Projekt, an dem ich gearbeitet habe, nach der Zeit nicht beendet war, durfte ich als wissenschaftliche Hilfskraft (HiWi) weiterarbeiten. Ich habe dann seit 2004 das ganze Studium hindurch an verschiedenen Projekten als HiWi gearbeitet, mit Ausnahme von einem Semester, in dem ich in Finnland studiert habe.
4. In welchem Bereich arbeiten Sie?

- »Ich zeichne und baue Schaltungen.«
Ich arbeite in der Projektgruppe »Optische Sensorik und Kommunikationstechnik« und erstelle zurzeit meine Zulassungsarbeit: »Aufbau eines Messplatzes zur Vermessung von Photodioden«. Bei der Arbeit musste ich Schaltungen zeichnen und aufbauen, d.h. ätzen und löten, den gesamten Messaufbau erstellen sowie Linsen und Glasfasern justieren. Außerdem habe ich ein Programm geschrieben, sodass die Messungen automatisch, vom Computer gesteuert, ablaufen. Mit diesem Messaufbau kann man z.B. Sensoren testen, die die Farbe von Licht bestimmen können.
5. Was wollen Sie in Ihrem Beruf erreichen?
Eigentlich studiere ich fürs Lehramt, und ich war mir auch lange Zeit sicher, dass ich Lehrerin werden will. Nachdem ich aber gesehen habe, dass die Arbeit in der Wissenschaft sehr interessant ist und mir viel Spaß macht, bin ich mir nicht mehr sicher, was ich machen soll. Im Fraunhofer IIS gehen alle freundschaftlich miteinander um und helfen einem gerne weiter. Außerdem gefällt mir, dass die Organisation viel besser funktioniert als in der Uni, aber trotzdem noch mehr Raum für Ideen und Experimente bleibt als in der »normalen« Wirtschaft. Wahrscheinlich werde ich, wenn ich in einem Jahr fertig bin mit dem Studium, das Referendariat machen und mich danach entscheiden, was ich weiter machen will.
6. Haben Sie einen Tipp für Schüler, die sich für ein technisches oder naturwissenschaftliches Studium interessieren?

- »Technik macht Spaß!«
Mein Tipp: Macht vor dem Studium ein Praktikum, weil man erst dann sieht, worauf man sich wirklich einlässt und wie sehr Naturwissenschaften und Technik Spaß machen. Die Uni ist gerade in den ersten Semestern oft abschreckend, und da ist es gut, wenn man weiß, worauf man zuarbeitet, das fördert das Durchhaltevermögen.


Lesezeichen setzen bei