Mitarbeiter

Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS

Medizin und Technik - das passt zusammen!

1. Wann haben Sie gewusst, was Sie beruflich machen möchten?

Mathematik hat mich schon immer stark interessiert, im Prinzip schon von der Grundschule an – dennoch war ich bei der Auswahl des Studiums nicht sicher, ob ich ein Fach aus dem naturwissenschaftlich/technischen Bereich oder lieber aus dem sozialwissenschaftlichen Bereich auswählen soll. Meine Entscheidung fiel dann auf Physik. Allerdings wechselte ich nach dem Vordiplom auf Mathe/Physik für das Lehramt am Gymnasium. Nach meinem Referendariat entschloss ich mich dazu, (noch) nicht in der Schule zu arbeiten.

2. Hatten Sie bei der Berufswahl Unterstützung?

Meine Eltern haben mich immer unterstützt – angefangen von der Finanzierung meines Studiums bis zur Mithilfe bei der Betreuung meiner beiden Kinder.

3. Hatten Sie schon während des Studiums Kontakt zu Fraunhofer?

Während meiner Promotion wurde mein erster Sohn geboren. Mein damaliger Chef an der Uni kam mir sehr entgegen, dadurch dass ich halbtags und von zu Hause aus arbeiten konnte. Somit war es mir möglich meine Promotion (kurz vor Geburt meines zweiten Sohnes) zu beenden.

Über den Sonderforschungsbereich, in dem ich während meiner Promotion gearbeitet habe, lernte ich das Fraunhofer IIS kennen.

4. Was arbeiten Sie am Fraunhofer IIS?

Seit 2007 arbeite ich nun beim Fraunhofer IIS in der Abteilung Bildverarbeitung und Medizintechnik, insbesondere im Fraunhofer-Innovationscluster »Personal Health«. Ich bin Ansprechperson für unsere Partner im Cluster, initiiere Projekte und koordiniere diese. Viel meiner Zeit entfällt daher auf organisatorische Tätigkeiten – die wissenschaftliche Arbeit ist mittlerweile sehr wenig geworden.

Die Verbindung von Technik und Medizin gefällt mir an meiner Tätigkeit besonders gut. Ich finde es toll, wenn Entwicklungen zur Anwendung kommen. Durch die interdisziplinäre Besetzung der Projekte erhält man auch einen Einblick in andere Fachgebiete – das erlebe ich als sehr spannend.

5. Was wollen Sie erreichen?

Meine Vision ist Familie, Ehrenamt und Beruf möglichst harmonisch zu verbinden. Mittlerweile sind beide Kinder im Kindergarten – das vereinfacht einiges. Sowohl mein Mann als auch ich arbeiten beide nicht ganz Vollzeit (beide um 5 Stunden pro Woche reduziert) – wir teilen uns die Kinderbetreuung und den Haushalt. Es ist keine leichte Aufgabe und man ist manchmal hin und her gerissen zwischen Arbeit und Familie – ich würde mich aber in jedem Fall wieder dafür entscheiden und bin froh, dass ich bisher immer die Möglichkeit hatte, beides zu vereinbaren.

Im Beruf ist mir vor allem wichtig, dass ich Aufgaben bekomme, die mich fordern und abwechslungsreich sind; privat steht bei mir an erster Stelle, Zeit mit meinen Kindern und meinen Mann zu verbringen. Ich finde man entwickelt sich ständig weiter – privat und beruflich. Das schätze ich auch an meiner Stelle, bei der sich immer wieder neue Möglichkeiten ergeben und ich die Gelegenheit bekomme etwas dazu zu lernen.

6. Haben Sie einen Tipp für Schüler, die sich für ein technisches oder naturwissenschaftliches Studium interessieren?

Mein Tipp: Bewerbt euch frühzeitig während des Studiums um Praktika oder HiWi-Jobs, damit ihr Einblick in verschiedene Fachbereiche erhaltet.