Lokalisierungs-Lösungen für Sport und Freizeit

Sport

Der professionelle Sport bietet eine Reihe von Möglichkeiten, um Lokalisierung einzusetzen. Hierbei geht es darum, den Zuschauern und Medien völlig neuartige Informationen zu liefern. Zuschauer sehen ein Spiel mit völlig anderen Augen, Medien gewinnen zusätzliche Zuschauer. Aber es können auch gehandicapte Sportler sinnvoll unterstützt werden, beispielsweise durch Führungsfunktionalitäten. Grundlage dieses Mehrwertes ist eine Antwort auf die Frage: Wo befindet sich gerade der Ball, der Spieler, der Läufer oder mit welcher Geschwindigkeit schlägt der Boxer? Genau hier setzt die Ortung und Lokalisierung an. Denn sie liefert diese Informationen.

Fußball

RedFIR® Lokalbasierte Laufzeitmesung

RedFIR® errechnet physische und spieltaktische Informationen in Echtzeit

Im speziellen Fall der Fraunhofer Echtzeit RTLS-Technologie sogar hochgenau. Somit ist es nicht nur möglich, den Spieler selbst, sondern auch Arme oder Beine zu erkennen. Intelligente sogenannte „Eventobserver“ übersetzen die Position zu einer Sportinformation. Jetzt ist es möglich, dem Zuschauer neuartige Informationen zu geben: Wer war heute der effektivste Spieler? Wer hat den weitesten Pass geschlagen? Wie war die Ideallinie der Abfahrtsläuferin? Man kann sogar noch weiter gehen, und dem Zuschauer in Echtzeit 3D-Animationen bieten. Natürlich profitieren auch Trainer von so einem System. Sie analysieren ein Spiel hinsichtlich taktisch und sportwissenschaftlicher Belange: Wie hat sich meine Viererkette verhalten? Über welche Seite schieße ich effektiv Tore?

Laufen

Läufer an der Startlinie
© Foto iStock/Gizmo

Läufer-Unterstützung durch Lokalisierung und Sensorik

Mit Hilfe von Winkelschätzung und Laufzeitmessung hat das Fraunhofer IIS eine hochgenaue Ortungstechnologie für blinde Läufer entwickelt. Somit ist es möglich, die Position des Läufers in Echtzeit zu bestimmen und diesen über Signale im Sensorgurt zu warnen, falls dieser die Bahn verlässt. So sind auch blinde Läufer wettbewerbsfähig und benötigen beim Laufen keinen Mitläufer mehr. Die Geschwindigkeitsdetektion und die Messung der gelaufenen Kilometer bieten zusätzlich einen Mehrwert für die Trainingsüberwachung und die Leistungsoptimierung.

Boxen

Sensorik und Lokalisierung im Boxen
© Foto AntonioDiaz - Fotolia.com

Die miniaturisierte Sensortechnik des Fraunhofer IIS bietet im Boxsport eine Echtzeitmessung des Beschleunigungsverlaufs und der Geschwindigkeit von Schlägen. Algorithmen ermöglichen es dann dem Trainer die Faustschläge zu kategorisieren und auszuwerten, um die Box-Kämpfer gezielt trainieren zu können. Auch Medien und Zuschauer profitieren von der Sensortechnik des Fraunhofer IIS: Wie viele Schläge haben die Box-Kämpfer erzielt? Mit welcher Geschwindigkeit wurden die Schläge ausgeführt und um welche Art von Schlag handelt es sich? Mit Hilfe der Echtzeitvisualisierung wird den Zuschauern diese Fragen direkt im Fernsehen beantwortet. Im olympischen Boxen dient die Technologie zur Trainingsauswertung und -verbesserung. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, die eingebettete Sensorik auch im Spiel- und Freizeitbereich sowie in anderen Sportbereichen einzusetzen.