Endorama®

Das Endorama-System erstellt während der Untersuchung ein Bildpanorama in Echtzeit. Dieses Panorama wird live auf einem Monitor dargestellt. Mit Erfolg wurde das System erstmals an Patienten eingesetzt.

Panorama-Zystoskopie an Patienten

Endorama® erfolgreich an Patienten getestet

Das »Endorama®«-System des Fraunhofer-Instituts IIS erstellt während der Untersuchung ein Bildpanorama in Echtzeit und ermöglicht so eine vollständige digitale und bildbasierte Dokumentation eines endoskopischen Eingriffs. Das »Endorama®«-System wurde im Juli 2016 mit Erfolg im Rahmen einer technischen Validierung erstmals in der Klinik für Urologie der Universitätsmedizin Mannheim an Patienten ein­gesetzt.

Endorama® im klinischen Einsatz: Panorama-Zystoskopie an Patienten

Einfache, übersichtliche Bilddokumentation von Befunden der Harnblase

Ein Anwendungsbeispiel für die Panorama-Endoskopie ist die endoskopische Untersuchung der Harnblase mit Hilfe eines starren oder flexiblen Zystoskops. Während der Untersuchung fügt das »Endorama®«-System die erfassten endoskopischen Bilder aus der Harnblase zu einem Panoramabild zusammen. Dieses Panorama wird dem Untersucher live auf einem Monitor dargestellt. »Endorama®« ermöglicht so eine einfache und übersichtliche Bilddokumentation von Befunden der Harnblase in Beziehung zu relevanten Strukturen wie den Harnleiterostien oder dem Blasenhals.

Der große Vorteil des »Endorama®«-Systems

Auffällige Strukturen oder operierte Bereiche im Panoramabild werden interaktiv gekennzeichnet und sind bei einer späteren Untersuchung zuverlässig wieder auffindbar. Die einfache Erstellung der Panoramen in hoher Qualität kann die Dokumentation sowie den Austausch mit Patienten und mit weiterbehandelnden Ärzten deutlich verbessern.

Hinweis

»Endorama®« ist derzeit noch nicht als Medizinprodukt zugelassen. Das Fraunhofer-Institut IIS präsentiert »Endorama®« mit dem Ziel, Partner für weitere Entwicklung, Produktion und Vermarktung zu gewinnen.

Experten-Aussage zur Cystorama-Technologie

»Vom exemplarischen Modellaufbau war ich beeindruckt. Die Stitching-Technik am Blasenphantom funktionierte flüssig und die Bedienung war intuitiv. Nach nur sehr wenigen Versuchen war es auch für ungeübte Probanden problemlos möglich, ein vollständiges Abbild des Blasenmodells mit der Technologie zu generieren.

Ich kann mir den Gebrauch der Technik im klinischen Alltag sehr gut vorstellen und würde ihn meinen Kollegen empfehlen. Die ›Schlüsselloch-Problematik‹ lässt sich mit der Stitching-Technologie nahezu vollständig lösen. Das Auf- und Wiederfinden von suspekten Arealen und Strukturen wird deutlich vereinfacht.«

 

Dr. Philippe-Fabian Müller, Klinik für Urologie, Universitätsklinikum Freiburg,

beim Projekttreffen des 3D-Sensation-Projekts am 21.9.2017 im Fraunhofer-Institut IIS

Veröffentlichungen

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Broschüre »Medizinische Bildverarbeitung«

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