Virtuelle Mikroskopie

Im Rahmen einer Kooperation zwischen dem Fraunhofer-Insitut IIS, dem Universitätsklinikum Erlangen und dem der Friedrich-Alexander-Univsersität Erlangen-Nürnberg wurden Technologien des Fraunhofer IIS zur virtuellen Mikroskopie weiter entwickelt und für die Nutzung über das Internet erweitert.

Virtuelle Mikroskopie für die Lehre

Virtuelle Slides

Die »Virtuelle Mikroskopie« umfasst Ansätze, histologische Präparate mit einem mikroskopischen Scanningsystem vollständig zu digitalisieren und als sog. »digitale Schnitte« über das Inter- oder Intranet zur Verfügung zu stellen. Die virtuelle Mikroskopie ermöglicht damit einen virtuellen und dezentralen Zugriff auf mikroskopische Präparate aller Art.

Eine Herausforderung hierbei ist neben dem Digitalisieren der Präparate insbesondere die Optimierung von Datenstrukturen um eine effiziente Übertragung und Darstellung der umfangreichen Bilddaten zu ermöglichen. Die entwickelten Ansätze wurden in einem Modul umgesetzt, welches als Lehrmodul für Studenten der Medizin und medizinnaher Fächer an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zur Verfügung steht.

Begleitend zum Besuch von Lehrveranstaltungen der Pathologie erhalten die Studenten die Möglichkeit, außerhalb des Mikroskopiekurses selbstständig mikroskopische Präparate zu betrachten, mit diesen zu arbeiten und zu lernen. Hierzu wurden ca. 500 histologische und histopathologische Präparate digitalisiert, Beschreibungen didaktisch aufbereitet und interessante Details in den virtuellen Objektträgern markiert. Die Studenten können sich je nach Kursbelegung anmelden, Präparate nach anatomischen und pathologischen Schlagworten auswählen und am Rechner »virtuell mikroskopieren«. Besonderes Augenmerk wurde bei der Entwicklung auf eine effiziente Übertragung der Bilddaten über das Internet gelegt, um eine flüssige Visualisierung zu gewährleisten.

Seit dem Sommersemester 2011 steht die Plattform zur web-basierten virtuellen Mikroskopie online zur Verfügung und wird kontinuierlich erweitert. Dank einer Kooperation mit der Virtuellen Hochschule Bayern und der Universität Regensburg stehen die virtuellen Präparate seit dem Sommersemester 2012 auch Studenten der Universität Regensburg und anderen bayerischen Hochschulen zur Verfügung.

Veröffentlichung

  • Friedl, S.; Oehmke, G.; Wittenberg, T.; Hartmann, A.; Geppert, C.: Freies Mikroskopieren im Web. In: Proc's 56. GMDS- Jahrestagung & 6. DGEpi-Jahrestagung, S. 177-178., 26.-29.09.2011 in Mainz, 2011.

Weitere Informationen

Broschüre »Medizinische Bildverarbeitung«

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