Tooooooooor! Oder? – Unsere Torlinientechnologie GoalRef weiß es

11. August 2014 10:50 von Julia Rupprecht

Tor oder kein Tor? Manchmal geht es bei dieser Frage im Fußball um vergleichsweise wenig, doch manchmal auch um alles; um Titel, Pokale, Ehre und den verdienten Lohn für harte Arbeit und hohen Einsatz – wie etwa beim diesjährigen DFB-Pokalfinale, bei dem Borussia Dortmund ein regulär erzieltes Tor nicht anerkannt wurde. Am Ende gewann der FC Bayern und wurde deutscher Pokalsieger. Besonders bitter für den BVB: Der Klub aus Dortmund war einer derjenigen, der sich bei der Abstimmung der Bundesligavereine deutlich für die Einführung einer Torlinientechnologie ausgesprochen hatte. In der Bundesliga wird eine solche Technologie, die genau anzeigen kann, ob der Ball in vollem Umfang die Linie überquert hat oder nicht, vorerst dennoch nicht kommen. Anders war es bei der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien, denn dort wurde zum ersten Mal bei einem großen Fußballturnier eine solche Technik angewendet. Übrigens: Die Uhren, die den Schiedsrichter bei der vergangenen WM am Arm trugen, plus die dazugehörigen Sendeeinheiten, haben wir hier am Fraunhofer IIS entwickelt. Die Uhr zeigte den Männern in Schwarz an: Tor oder kein Tor?

Tor oder kein Tor? Unsere Torlinientechnologie GoalRef weiß es, sieht es und überträgt die Information sofort an die Uhr am Handgelenk der Schiedsrichter. Das Besondere bei unserer Technologie – und das unterscheidet sie von kamerabasierten Lösungen: Sie funktioniert bei allen Sichtbedingungen, auch wenn – auf Grund von schlechten Wetterverhältnissen – vorübergehend keine gute Sicht auf dem Feld herrscht. Zudem registriert sie Tore zuverlässig, auch wenn der Ball komplett verdeckt ist – etwa weil der Torwart drauf liegt oder großes Getümmel im Torraum herrscht. Und sie ist extrem einfach zu installieren. Alles was Vereine dazu brauchen, sind ein Ball und zwei Tore mit unseren Sensoren sowie unsere Schiedsrichteruhr, die die Signale empfangen kann. Zudem sollte das Fußballfeld in der Nähe eine Stromquelle bieten. Das ist alles.

Doch wie funktioniert GoalRef genau? GoalRef macht sich Magnetfelder zu Nutze. Das eine Magnetfeld befindet sich im Torraum, das andere Feld entsteht im und um den Ball herum, sobald sich dieser in die Nähe des Tores bewegt. Am Torrahmen sind dafür  - komplett unsichtbar – Empfangsantennen angebracht und hinterm Tor eine Auswerteeinheit. Im Ball befinden sich Spulen, die - sobald sie in das Tormagnetfeld gelangen - mittels Induktion ein eigenes Feld aufbauen. Über Veränderungen im Magnetfeld können wir dann ganz genau bestimmen, wo sich der Ball gerade befindet. Und vor allem – ob er die Torlinie in vollem Umfang überquert hat. Und keine Sorge: die kleinen Spulen im Ball verändern die Balleigenschaften kein Bisschen. Das haben wir in intensiven Tests mit Profifußballern geprüft.

Wollen Sie mehr dazu wissen? Dann schauen Sie sich unsere Videoclips, Bilder und Grafiken an. Zudem sind die Experten von GoalRef gerne für Sie da.

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Technische Beschreibung von GoalRef