High-Tech-Pflegebett gegen Dekubitus

8. März 2017

3D-Modell der intelligenten und adaptiven Matratze
© Ergo-Tec
3D-Modell der intelligenten und adaptiven Matratze

Adaptive Matratze beugt Druckgeschwüren bei bettlägerigen Patienten vor.

Das Umlagern von bettlägerigen Patienten erfordert sehr viel Kraft und Zeit von Pflegekräften und pflegenden Angehörigen. Rund 400.000 Menschen leiden jährlich alleine in Deutschland an Druckgeschwüren auf der Haut, sogenannten Dekubitus-Wunden. Diese entstehen nach kurzer Zeit, wenn Patienten nicht ausreichend mobilisiert werden. Das intelligente Pflegebett, das gemeinsam mit fünf Partnern entwickelt wurde und auf der MEDICA 2016 vorgestellt wurde, erkennt die aktuelle Liegeposition des Betroffenen und schlägt eine neue und entlastende Position vor. Der Vorschlag kann nach Freigabe durch eine Pflegekraft selbstständig von der Matratze umgesetzt werden. Dies geschieht durch sogenannten Aktoren, die wie Sensoren zur Erfassung der Druckverteilung in die Matratze integriert sind. Informationen über die Umlagerung und der neuen Verteilung des Drucks werden auf einem Display am Bett angezeigt und können direkt in die Pflegedokumentation übernommen werden. Der Projektpartner DRK Soziale Dienste Baden-Baden gGmbH hat das intelligente Bett in ersten Messreihen evaluiert.