11. September 2025, 11 Uhr. Ein schrilles Piepen durchdringt ganz Deutschland. Seit 2020 wird jährlich eine Probewarnung durchgeführt, um für den Krisenfall ein funktionstüchtiges Warnsystem sicherzustellen. Die meisten Menschen erhalten die Meldung über einen lauten Signalton auf ihrem Handy. Doch was passiert, wenn der Mobilfunk versagt – ein denkbares Szenario im Katastrophenfall. Hier kommt ASA ins Spiel.
ASA – Katastrophenwarnung mit Hilfe von Geofencing
Die ASA-Technologie übermittelt Warnmeldungen über DAB+-Radios auch dann, wenn Mobilfunk oder Internet ausfallen. Andere Warnmöglichkeiten wie beispielsweise Apps oder Cell-Broadcast-Nachrichten auf unseren Smartphones sind dagegen immer von einer Mobilfunkverbindung abhängig. Eine weitere Besonderheit von ASA ist, dass mit der Technologie ausgestattete Radios über eine Lokalisierungsfunktion verfügen. Dadurch können betroffene Gebiete gezielt gewarnt werden und gleichzeitig wird eine Überwarnung der Bevölkerung vermieden. Ein Softwaremodul verarbeitet die Lokalisierungsdaten und kann das Radio bei Bedarf aus dem Standby aktivieren oder automatisch das Programm wechseln, sodass die Gefahrenmeldung die Nutzerinnen und Nutzer jederzeit erreicht.
Die Warnmeldungen sind regional angepasst und erfolgen über sogenannte Geocodes – zwölfstellige Zahlenfolgen, die jeweils ein etwa ein Quadratkilometer großes Gebiet beschreiben und einmalig von den Verbraucherinnen und Verbrauchern im Radiogerät als Standort-Information hinterlegt werden müssen. Diese Codes können Anwenderinnen und Anwender auf der ASA-Website einsehen und in ihr Radiogerät eingeben.
Damit ASA-Radios schnell erkennen können, ob die aktuelle Gruppe von Radiosendern auf einer DAB+-Frequenz (dem sog. Ensemble) Warnmeldungen unterstützt, senden ASA-fähige Ensembles einmal pro Sekunde ein „Heartbeat“-Signal. Im Alarmfall enthält dieses Signal zusätzlich Informationen zur jeweiligen Warnstufe.