Digitale Pathologie für eine bessere Versorgung
100 Prozent aller Krebsdiagnosen werden final von der Pathologie gestellt bzw. bestätigt. Doch seit Jahren gibt es eine Versorgungslücke: Aufgrund des demografischen Wandels wächst der Bedarf an Diagnostik und schnellerer Medikamentenentwicklung für altersbedingte Erkrankungen bei gleichzeitigem Fachkräftemangel in der Pathologie. KI-gestützte Bildanalysen digitalisierter Proben versprechen eine Beschleunigung der Forschung und die Automatisierung der Diagnostik, was wiederum die medizinische Versorgung verbessert. Die enorme Heterogenität von Proben in Bezug auf verschiedene Organe, Färbungen, Scanner, Fragestellungen sowie von Indikationen und Tests machen die Entwicklung solcher Systeme jedoch sehr kostspielig – zumal sowohl medizinische als auch technische Expertise erforderlich ist.
Hier setzt MIKAIA® an, die Bildanalyse-Software des Fraunhofer IIS für Digitale Pathologie und Spatial Biology. Die Software ist auf die Anforderungen und spezifischen Anwendungen von Life-Science-Forschenden abgestimmt, ohne jedoch tiefere technische Vorkenntnisse vorauszusetzen. Im App Center von MIKAIA® stehen aktuell rund 20 Bildanalyse-Apps zur Verfügung, die eine vollständige Auswertungskette abbilden: von der Gewebesegmentierung über die Tumorlokalisation bis zur Zellklassifikation und Nachbarschaftsanalysen. Diese Apps lassen sich flexibel kombinieren und automatisiert auf Hunderte digitalisierter Proben anwenden, um quantitative Daten zu gewinnen.