Für ein umfassendes Bild: Zwei- und dreidimensionale Aufnahmen
Für die Phänotypisierung wurde spezielle Sensorik entwickelt, um Pflanzen mithilfe von Kameras zwei- und dreidimensional aufzunehmen. Ein Algorithmus rekonstruiert aus den Rohdaten dann ein täuschend echtes Abbild. Künftig möchten die Forschenden außerdem Nahinfrarot-Daten nutzen, um Informationen zu erhalten, die mit dem bloßen Auge nicht sichtbar sind. Seine Erkenntnisse erprobt das Team am Technologiezentrum Phänotypisierung in Merkendorf, am dortigen Standort der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf.
In einem »Controlled Environment« testet das Fraunhofer IIS hier unzählige Umgebungsbedingungen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können auf einer Fläche von 1.000 Quadratmetern in drei Klimakammern Lichtstärke und -spektrum, CO2-Niveau, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Düngung und Bewässerung anpassen. Über ein Förderband laufen die Pflanztöpfe in die Messstationen. Das System ist für 400 Pflanzen bis zu je 2,50 Metern Höhe und einem Meter Durchmesser ausgelegt. Neben der optischen 2D- und 3D-Erkennung nutzt man in Merkendorf die langjährige Erfahrung in der Röntgentechnik.