Drahtlose Verteilsysteme

Die Abteilung »Drahtlose Verteilsysteme« in Ilmenau kooperiert eng mit dem gleichnamigen Lehrstuhl an der Technischen Universität Ilmenau. Ziel der Zusammenarbeit ist der Transfer grundlegender wissenschaftlicher Ergebnisse in anwendungsorientierte Projekte. Der Thüringer Standort ist auf Forschungstätigkeiten in den Bereichen Test von Kommunikationsgeräten, Modellierung und Charakterisierung von Übertragungskanälen sowie Langwellenkommunikation ausgerichtet.

Forschungsschwerpunkte:

  • Over-the-Air Testing in virtueller, elektromagnetischer Umgebung (OTAinVEE)
  • Wellenfeldsynthese (700 MHz bis 3 GHz, ausgeführt bis 18 GHz)
  • Nachbildung von Satellitenverbindungen (Ku-Band (10/14 GHz), Ka-Band (20/30 Ghz))
  • Nachbildung von Szenarien für mobile Geräte (z. B. Satellitenterminals)

Modellierung und Charakterisierung von Übertragungskanälen

  • Landmobiler Satellitenkanal
  • Bildbasierende Kanalmodellierung und Versorgungsvorhersage
  • Vermessung und Modellierung von VHF/UHF-Übertragungskanälen

Langwellenkommunikation

  • Datenverteilung über große Entfernungen
  • Funkrundsteuerung

Der Standort Ilmenau verfügt über eine hervorragende Ausstattung. Besonders erwähnenswert ist die „Over-the Air Research and Testing“-Anlage FORTE mit einem 50 Meter hohen Antennenturm und Laborgebäude mit Motionemulator.

 

FORTE – Facility for Over-the-Air Research and Testing

Publikationen der Abteilung Drahtlose Verteilsysteme DVT

Neubau am Standort Ilmenau

Neubau Ilmenau
© Foto Beeg Lemke Architekten GmbH

Die Fraunhofer-Gesellschaft baut seit dem Sommer 2016 ihren Forschungsstandort Ilmenau im Gewerbegebiet »Am Vogelherd« aus.

Das Fraunhofer IIS mit seiner Abteilung Drahtlose Verteilsysteme DVT sowie das Fraunhofer IOSB und sein Anwendungszentrum Systemtechnik AST errichten ein gemeinsames Institutsgebäude. Entstehen wird ein offen gestaltetes Gebäude, das sich unaufdringlich in die Umgebung einfügt und das Stadtgebiet gegenüber Anwohnern und Gästen aus Wirtschaft, Tourismus und Politik einladend präsentiert.

Der Neubau wird die Zusammenarbeit beider Forschungseinrichtungen intensivieren und gemeinsame Entwicklungen, welche neue Märkte erschließen und im Verbund besondere Alleinstellungsmerkmale ermöglichen, zulassen.

Auf vier Ebenen entstehen insgesamt 3400 Quadratmeter Büro-, Labor-und Schulungsräume, in denen bis zu 212 Mitarbeiter Platz finden. Das Grundstück von insgesamt 18 000 Quadratmetern ermöglicht zudem, das Gebäude bei Bedarf zu erweitern. Die geschätzten Baukosten liegen bei 25 Mio €, von denen 40% (10 Mio €) aus EFRE-Mittel, 30% (7,5 Mio €) vom Freistaat Thüringen und 30 % (7,5 Mio €) aus der Grundfinanzierung des Bundes gedeckt werden.

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