Bis zum Erfolg und noch viel weiter – das Fraunhofer IIS wird 25

Mediendienst / 21.7.2010

Im Jahr 2010 feiert das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS gemeinsam mit dem Fraunhofer IISB seinen 25. Geburtstag. Die Forschungseinrichtung, die heute als »Home of mp3« bekannt ist, begann als kleine Arbeitsgruppe und ist mittlerweile Spitzenreiter in der angewandten Forschung. In einer Festveranstaltung am 20. Juli gratulierten zahlreiche Ehrengäste, darunter Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil, den Jubilaren.

»Als 1985 der Gründungsdirektor, Prof. Dieter Seitzer, zusammen mit Prof. Heiner Ryssel aus der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen zwei neue Fraunhofer-Institute mit dem Themenschwerpunkt Mikroelektronik gründete, konnten die beiden nicht ahnen, welch beispiellose positive Entwicklung die beiden Institute erleben würden«, schreibt der heutige IIS-Leiter Prof. Heinz Gerhäuser zum 25-jährigen Jubiläum. Der Samen für den Welterfolg er hatte schon 1981 zu keimen begonnen.

In der damaligen Kontaktstelle für Forschung und Technologietransfer der Universität Erlangen-Nürnberg war alles angelegt, was das Fraunhofer IIS zu dem machen sollte, was es heute ist: Ausrichtung auf die Mikroelektronik, Zusammenarbeit mit der Wirtschaft, enge Verbindung zur Universität und der begeisterte Einsatz hochkarätiger Wissenschaftler.

25 Jahre später ist das Fraunhofer IIS unter der kollegialen Leitung von Prof. Heinz Gerhäuser und Prof. Günter Elst mit über 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum größten Institut der Fraunhofer-Gesellschaft gewachsen.

Die weltweit anerkannten Arbeiten auf dem Gebiet der Audiocodierung haben in zahlreichen internationalen Standards Eingang gefunden. Weitere Erfolgsbausteine sind das digitale Rundfunksystem XMRadio (incl. der ersten Empfängergeneration), die computerassistierte Mikroskopie für die Hämatologie HemaCAM, das intelligente System zur Automatischen Radioskopie ISAR, das Reifenprüfsystem TireChecker, die 3D-Magnetfeldsensorik HallinOne, die Lokalisierungstechnologie awiloc für Städte und Gebäude, die Funkortung für die Sportanalyse WITRACK, die Röntgenkamera XEye oder die digitale Filmkamera ARRI-D20 – um nur die wichtigsten zu nennen.

Die Ideen der Forscher am Fraunhofer IIS reichen noch viel weiter, und die Wege in die Zukunft sind längst bereitet: In den von Fraunhofer IIS und Universität Erlangen-Nürnberg neu gegründeten »International Audio Laboratories Erlangen« werden Spitzenwissenschaftler aus der ganzen Welt auf dem Gebiet der Audiotechnik gemeinsam forschen.

Mit der Testhalle für einen Linearbeschleuniger sind die ersten Schritte für das neue Institutsgebäude des Fraunhofer IIS in Atzenhof getan. Die Fürther Wissenschaftler prüfen hier in Zukunft große Objekte, so röntgen sie Seefrachtcontainer oder prüfen Flugzeugtragflächen zerstörungsfrei.

Der 2009 errichtete Antennenturm für den Digitalen Rundfunk in Ilmenau erweitert die Forschungsarbeiten des IIS und der TU Ilmenau zum Thema Digitaler Rundfunk. Ein angrenzendes Laborgebäude ist geplant. Nach Fertigstellung der Anlage enthält sie ein deutschlandweit einzigartiges Antennenmesssystem. Auch in Würzburg wird es künftig eine Gruppe des IIS geben: Prof. Randolf Hanke übernimmt an der Julius-Maximilians-Universität den Lehrstuhl für Materialcharakterisierung mittels Röntgenmikroskopie und wird dort Projekte bearbeiten.

Weitere Zukunftsthemen des Fraunhofer IIS sind unter anderem exzellente Klangqualität in der Telefonie und für Telekonferenzsysteme, energieeffiziente Informations- und Kommunikationstechnik oder technische Lösungen für die Herausforderungen des demographischen Wandels. Zusätzlich sind die Erlanger Forscher Partner im Energie-Campus Nürnberg sowie im Spitz