TeleConsult Austria und INDIWAN neu im awiloc-Konsortium

Presseinformation / 18.7.2011

Gleich zwei neue Partner haben sich dem internationalen awiloc®-Konsortium angeschlossen. Seit dem achten Treffen, das Ende Mai in Nürnberg stattgefunden hat, sind die österreichische TeleConsult Austria sowie die Münchner Firma INDIWAN Mitglieder des Zusammenschlusses, in dem Unternehmen ortsabhängige Lösungen realisieren und gemeinsam Erfahrungen über die vom Fraunhofer IIS entwickelte Technologie zur autarken WLAN-basierten Positionsbestimmung sammeln.

Navigation
© Fraunhofer IIS

Foto: Sven Mattes

Neu dabei ist das österreichische Unternehmen TeleConsult Austria, das Lokalisierungs- und Navigationsdienste mit Informations- und Kommunikationsfunktionen verknüpft. Unter anderem bietet TeleConsult das Not- und Hilferufsystem MODIS® an. Dieses versendet auf Knopfdruck ein Notfallsignal an den Betreuungs- oder Rettungsdienst oder die Angehörigen des Trägers. Geschäftsführer Jürgen Seybold erläutert: »Die awiloc-Lokalisierung soll die GPS-basierte Positionsbestimmung in unserem System ergänzen. In engen Gassen der Fußgängerzonen oder im Indoor-Bereich, beispielsweise in U-Bahn-Stationen, stößt diese nämlich an ihre Grenzen.«

Weiterhin ist auch die Münchner Firma INDIWAN dem Konsortium beigetreten. INDIWAN bietet kostengünstige und zentral steuerbare Mini-Webserver mit integriertem WLANHotspot an, die lokal Dienste und Applikationen z. B. für Smartphones oder Tablet-PCs bereitstellen. Dabei handelt es sich um offene WLAN-Zugangspunkte, die dem Nutzer im Zugriffsbereich Zugang zu gespeicherten Informationen oder Programmen gewähren. So kann zum Beispiel direkt am Schild einer Baustelle ein virtueller Gebäuderundgang vorgeschlagen werden. »Durch die Kombination mit der awiloc- Lokalisierungstechnologie können unsere ortsbezogenen Leistungen zielgerichteter angeboten werden«, erklärt Dr. Torsten Götz, Geschäftsführer bei INDIWAN.

Bei awiloc ist die Lokalisierung rein endgerätebasiert – damit ist nur dem Nutzer selbst seine Position bekannt. Bei der Entwicklung legten die Fraunhofer-Forscher besonderen Wert auf Datenschutz. Auch die ausgesendeten Informationen der WLAN-Stationen, wie deren Verschlüsselungsstatus oder die vom Benutzer vergebene SSID (Service Set Identifier), sind für die Lokalisierung mit der awiloc-Technologie nicht notwendig und werden daher weder ermittelt noch gespeichert.

Live zu sehen am 27. Oktober in München

Interessierte Nutzer und Medienvertreter können sich am nächsten awiloc-Technologietag am 27. Oktober in der Zentrale der Fraunhofer-Gesellschaft in München selbst einen Eindruck von der WLAN-Lokalisierung verschaffen. Industrieund Forschungspartner aus dem Konsortium und das Fraunhofer IIS präsentieren die Technologie und ihre Anwendungen in Fachvorträgen sowie in Live-Demonstrationen.