Professor Randolf Hanke wird kommissarischer Leiter des Fraunhofer-Instituts für Zerstörungsfreie Prüfverfahren IZFP in Saarbrücken

/ 9.10.2013

Der Vorstand der Fraunhofer-Gesellschaft bestellt Prof. Dr. Randolf Hanke, stellvertretender Leiter des Fraunhofer IIS und Bereichsleiter Entwicklungszentrum Röntgentechnik in Fürth, zum kommissarischen geschäftsführenden Leiter des Fraunhofer-Instituts für Zerstörungsfreie Prüfverfahren IZFP. Prof. Randolf Hanke tritt sein neues Amt zum 1. Oktober 2013 an. Prof. Dr.-Ing. Christian Boller bleibt Mitglied der Institutsleitung.

Das Fraunhofer IZFP befasst sich mit den physikalischen Methoden der zerstörungsfreien Prüfung sowie der Charakterisierung von Werkstoffen. Weitere Arbeitsfelder des Instituts sind die Kontrolle und Überwachung von Fertigungsprozessen samt Anlagenkomponenten und die Zustandsbestimmung bestehender Infrastruktur. 1972 gegründet, zählt das Fraunhofer IZFP heute rund 230 Mitarbeiter an den beiden Standorten Saarbrücken und Dresden.

Mit Prof. Randolf Hanke wird die Führungsspitze des Instituts um eine Persönlichkeit erweitert, die bestens mit der Fraunhofer-Landschaft vertraut ist und sich erfolgreich um Wissenschaft und Forschung verdient gemacht hat: Der Inhaber des Lehrstuhls für Röntgenphysik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg hat über viele Jahre hinweg sehr erfolgreich am Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS das Entwicklungszentrum für Röntgentechnik EZRT aufgebaut. Diesen Bereich EZRT am IIS wird er auch weiterhin leiten.

Für seine wissenschaftlichen Leistungen wurde Prof. Randolf Hanke bereits mehrfach ausgezeichnet, so 2001 mit dem Joseph-von-Fraunhofer-Preis für das Projekt »ISAR – ein intelligentes System zur automatischen Radioskopie«. 2008 erhielt der Physiker den Max-Grundig-Gedächtnispreis für seine wissenschaftlichen Leistungen um die Entwicklung der Röntgentechnik für die zerstörungsfreie Werkstoffprüfung.

Im Zuge der geplanten Umstrukturierung bleiben beide Standorte des Fraunhofer IZFP erhalten. Die strategische Weiterentwicklung der Institutsteile wird in den jeweiligen, neu auszurichtenden Geschäftsfeldern und Kompetenzen erfolgen. Der Plan sieht vor, den Dresdner Institutsteil zum 1. Januar 2014 in der Verantwortung von Prof. Dr. rer. nat. Alexander Michaelis in das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS zu integrieren und damit insbesondere die strategischen Arbeitsfelder durch Vernetzung zu stärken.