Leistungszentrum Elektroniksysteme – Fraunhofer, FAU und Industrie rücken noch enger zusammen

/ 21.7.2017

Erlangen: Die beiden Fraunhofer-Institute IIS und IISB, die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und die Industrie in der Metropolregion Nürnberg wollen in der angewandten Forschung auf dem Gebiet der Elektroniksysteme künftig noch enger zusammenarbeiten. Am 20. Juli 2017 wurde dazu der Verein Leistungszentrum Elektroniksysteme (LZE e.V.) gegründet.

© Foto Fraunhofer IIS/Peter Roggenthin

Unterzeichnung der Dokumente zur Vereinsgründung: Prof. Albert Heuberger, Institutsleiter Fraunhofer IIS und Prof. Lothar Frey, Institutsleiter Fraunhofer IISB (vorne) mit (v.l.n.r.) Dr. Bernd Fischer, Fraunhofer IISB, Prof. Reinhard Lerch, Dekan Technische Fakultät FAU, Prof. Georg Rosenfeld, Vorstand Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Kathrin Möslein, Vizepräsidentin FAU, Prof. Siegfried Russwurm, Mitglied Senat Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Alexander Martin, Lehrstuhl für Wirtschaftsmathematik FAU; Fraunhofer SCS, Dr. Christian Forster, Leiter der LZE-Geschäftsstelle.

Komplexe Elektroniksysteme sind die Grundlage jeder modernen Industrie- und Verbraucheranwendung und damit wirtschaftlich von höchster Bedeutung. Mit dem LZE entwickelten das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS sowie das Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB und die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) eine gemeinsame Plattform mit den Forschungspartnern im Bereich Elektroniksysteme.

Die Gründung des LZE e.V. definiert die Forschungszusammenarbeit bei Elektroniksystemen in der Metropolregion neu. Sie ist ein weiterer Schritt im Aufbau des LZE, der zusätzliche Möglichkeiten und Werkzeuge für die Verwertung von Technologien bietet. Der Fokus liegt darauf, Industriepartnern einen schnelleren Marktzugang zu ermöglichen und die Wissenschaft, Forschung und Bildung in der Metropolregion zu fördern. So entwickelte das LZE in seiner seit 2015 laufenden Pilotphase bereits vier experimentelle Kooperationsformen für den Technologieaustausch zwischen den Partnern:

Wissenschaftliches Roadmapping für einen Wettbewerbsvorteil durch gemeinsame Erarbeitung eines Wissensvorsprungs.

Joint Labs für eine gemeinsame Entwicklung von marktrelevanten Innovationen mit höchster wissenschaftlich-technischer Exzellenz.

Besonders geschützte Start-ups, um (marktfokussierten) Technologietransfer von Spitzentechnologie in den Markt einzuführen.

ENETLZE Erlangen-Nürnberg Excellence Track: ein organisationsübergreifendes Karriereprogramm für gemeinsame Entwicklungen.

Hohe strategische Bedeutung für beteiligte Partner

Die Vereinsgründung hat hohe strategische Bedeutung für die beteiligten Partner. Dem Verein sind unter anderem Fraunhofer-Vorstand Prof. Georg Rosenfeld, Prof. Joachim Hornegger, Präsident der FAU, sowie Prof. Siegfried Rußwurm, Mitglied des Senats der Fraunhofer-Gesellschaft, beigetreten.

 

Stimmen zur Vereinsgründung:

»Das LZE schafft ein gemeinsames Ökosystem aus FAU und den Fraunhofer-Instituten IIS und IISB mit einem einheitlichen Zugang zu Forschungsthemen im Bereich der Elektroniksysteme. Dadurch können wir beispielsweise junge Start-ups nach vorne bringen.«

Prof. Dr. Albert Heuberger, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IIS.  

 

»Die bestehenden Forschungs- und Verwertungsmöglichkeiten können mit dem LZE e.V. durch zusätzliche neue Strukturen deutlich erweitert werden. Dadurch bilden wir eine Antwort auf geänderte Rahmenbedingungen der Forschungslandschaft und der Industrie.«

Prof. Dr. Lothar Frey, Institutsleiter des Fraunhofer IISB.

 

»Mit dem LZE hebt die FAU ihre gemeinsame Forschungsstrategie mit den lokalen Fraunhofer-Instituten auf eine neue Ebene und schafft ein Best-Practice-Beispiel für alternative, durchlässige Karrierewege für den herausragenden Nachwuchs und für organisationsübergreifende Karriereentwicklung.«

Prof. Dr. Joachim Hornegger, Präsident der FAU.

 

Leistungszentren der Fraunhofer-Gesellschaft

Leistungszentren sind ein noch relativ junges Modell der Fraunhofer-Gesellschaft. Sie organisieren den Schulterschluss der universitären und außeruniversitären Forschung mit der Wirtschaft in einer bestimmten Region und zeichnen sich durch verbindliche, durchgängige Roadmaps der beteiligten Partner in den Leistungsdimensionen Forschung und Lehre, Nachwuchsförderung, Infrastruktur, Innovation und Transfer aus. Sie sind ein Angebot an die Politik, wissenschaftliche Exzellenz mit gesellschaftlichem Nutzen prioritär zu entwickeln. Leistungszentren sollen vorhandene Stärken in einer Region bündeln und weiterentwickeln.

Weitere Informationen sowie die Pilotprojekte des LZE e.V. finden Sie unter: http://www.lze.bayern.