Der digitalisierte Handel ist Zukunftsthema in Bayern

/ 29.6.2018

Nürnberg/München: Digitale Technologien im Handel sollen im Rahmen zweier Experimentalshops in Nürnberg und München erprobt werden. Die Einrichtung dieser Experimentalshops in Nürnberg und München hat die bayerische Staatsregierung nun in die Liste digitaler Leuchtturmprojekte aufgenommen.

In der Kabinettssitzung vom 26. Juni wurde ein Konzept der Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen IIS in die Liste digitaler Leuchtturmprojekte im Freistaat Bayern aufgenommen. Im Fokus steht die Erforschung und Erprobung digitaler Technologien und digitaler Prozesse direkt mit dem Kunden. Hierzu sind zwei Experimentalshops für Händler in den Städten München und Nürnberg geplant. Der Standort Bayern soll damit zum Vorreiter bei der Umsetzung neuer Handelstechnologien werden. Hinter dem Konzept steht ein breites Konsortium aus den Themenfeldern Handel, Gründung und Digitalisierung.

Da der Handel von einem immer höheren Digitalisierungsgrad des Konsumentenverhaltens angetrieben wird, beschreibt Prof. Alexander Pflaum das Ziel des Vorhabens wie folgt: »Oberstes Ziel ist es, den innerstädtischen Einzelhandel zum Experimentieren mit seiner digitalisierten Zukunft anzuregen und zu neuen, digitalisierten Dienstleistungen und Geschäftsmodellen zu befähigen. Wir freuen uns, die Möglichkeit zu erhalten, diesen Prozess aktiv mitzugestalten«.

Das Vorhaben setzt darauf, genau dort an der Zukunft des Handels zu arbeiten, wo er zuhause ist: In zentralen Lagen unserer Innenstädte. Mitgestaltet wurde das Konzept von der IHK Nürnberg für Mittelfranken: »Wir haben das Projekt von Anfang an intensiv unterstützt, um den stationären Einzelhandel für das Zukunftsthema Digitalisierung fit zu machen. Damit wollen wir dazu beitragen, neue Wege der Kundenansprache zu entwickeln. Deshalb ist geplant, den Pilot-Shop in unserem neuen ›Haus der Wirtschaft‹ am Hauptmarkt einzurichten.«, so der IHK-Präsident Dirk von Vopelius.

»Mit dem Projekt ›Smart Future Retail‹ wird Bayern zum Vorreiter bei der Umsetzung innovativer, digitaler Technologien im mittelständischen Einzelhandel. Es gilt, gemeinsam mit den Händlern die Themen Digitalisierung und Experimentieren stärker in der DNA des Handels zu verankern«, meint Wolfgang Puff, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Bayern.

Zu den Gestaltern des Vorhabens zählen neben der Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services, der HBE Handelsverband Bayern e.V., die Günther Rid Stiftung für den bayerischen Einzelhandel, die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, die unternehmerTUM GmbH, die elaboratum GmbH, die Zollhof Betreiber GmbH, die IHK für München und Oberbayern, die IHK Nürnberg für Mittelfranken, die
Landeshauptstadt München (Referat für Arbeit und Wirtschaft) sowie die Stadt Nürnberg (Wirtschaftsreferat).

Die einzelnen Akteure bringen ein breites Spektrum an Erfahrungen im Digitalisierungs- und Handelssektor ein:
• Zentrale Fragestellungen zu Kooperationen im Kontext der Digitalisierung werden beispielsweise vom 2. bis 3. Juli auf der Innovationskonferenz »#inNUEvation« adressiert (https://www.innuevation.de/).
• Aktuellen Fragen zur Zukunft des Handels werden im Innovationswettbewerb »Handel im Wandel« und
• in der aktuellen Themenwelt des offenen Innovationslabors JOSEPHS® (www.josephs-innovation.de) erkundet.


Den Bericht aus der Kabinettssitzung finden Sie hier: http://bayern.de/bericht-aus-der-kabinettssitzung-vom-26-juni-2018/