Q-GeneSys überführt Erkenntnisse aus Quantum-Supremacy-Experimenten in praktisch nutzbare Lösungen für Industrieanwendungen. Der Ansatz nutzt spezifische Klassen von Quantenschaltkreisen, insbesondere IQP-Schaltkreise, deren Parameter klassisch trainierbar sind, während das effiziente Sampeln hochdimensionaler Wahrscheinlichkeitsverteilungen auf Quantenhardware erfolgt. So werden komplexe Aufgaben wie die Generierung von 3D-Designs, neuer Molekülstrukturen sowie Produkt- und Systemkonfigurationen adressiert, in denen klassische Verfahren an Grenzen stoßen. Damit Quantenvorteile verlässlich und frühzeitig nutzbar werden, integriert Q-GeneSys von Beginn an Fehlertoleranz – abgestimmt auf die Schaltkreisklassen, die Trainingsmethodik und die Eigenschaften aktueller und zukünftiger Hardware.
Im Verbund arbeiten die Siemens AG, die IQM Germany GmbH, die OTH Regensburg und das Fraunhofer IIS iterativ zusammen: Industrielle Datensätze und Benchmarks definieren die Einsatzfelder, IQP-basierte Modellfamilien werden weiterentwickelt und hardwarebewusst umgesetzt, und Methoden für Training, Sampeln und Fehlertoleranz sichern die praktische Nutzbarkeit. Ziel ist es, quantengenerative Modelle so zu gestalten, dass sie skalierbar, robust gegenüber Rauschen und ressourceneffizient sind – mit klaren Aussagen zu erforderlichen Hardwareeigenschaften, Overheads und den Bedingungen, unter denen sich ein Quantenvorteil realisiert.