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Künstliche Intelligenz: Mit Rat und Tat für ein intelligentes Bayern

KI-Serie: Drei KI-Expertinnen und -Experten des Fraunhofer IIS in den Bayerischen KI-Rat berufen

Der Freistaat soll zu einem Hotspot der Künstlichen Intelligenz (KI) werden. Dazu wurde von der Bayerischen Staatsregierung der Bayerische KI-Rat eingesetzt. Die 21 Mitglieder des Gremiums unter Vorsitz von Prof. Dr. Sami Haddadin, Direktor der Munich School of Robotics and Machine Intelligence (MSRM), rekrutieren sich aus unterschiedlichen Sparten: Hochkarätige Expertinnen und Experten aus Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und der Wirtschaft führen ihr Know-how und ihre Ressourcen zusammen, um die Hightech Agenda Bayern im Bereich KI mit intensiver Kooperation in einem dichten Netzwerk voran zu treiben.

Fachlicher Austausch und gemeinsam initiierte Strategien und Maßnahmen sollen zukunftsfähige Projekte zum Wohl von Wissenschaft und Wirtschaft nach sich ziehen und die gebündelte KI-Expertise in Bayern in den weltweiten Fokus rücken. Der Slogan »Leveraging our Strengths Through Unity and Diversity of the Network« mit dem Menschen im Mittelpunkt der KI-Forschung fasst die Initiative der bayerischen Staatsregierung zusammen. Anvisiertes Ziel ist es, mit »Al made in Bavaria« ein internationales Gütesiegel für die Qualität der bayerischen KI-Forschung zu installieren.

Das Fraunhofer IIS ist mit drei Expertinnen und Experten im KI-Rat vertreten, die ihre unterschiedlichen Kompetenzen und Forschungsschwerpunkte einbringen.

Data-Analytics und KI-Algorithmen für die Industrie

Institutsleiter Prof. Dr. Alexander Martin vertritt das Gebiet der außeruniversitären Forschung, die sich mit einer effizienten KI-Infrastruktur und Daten- und Anwendungsfragestellungen befasst. »Die Künstliche Intelligenz wird eine der treibenden Technologien für die Zukunft sein und enormen Einfluss auf unsere Gesellschaft, Wirtschaft und Industrie haben. Inhaltlich sehe ich besondere Herausforderungen und Chancen in der Souveränität und Nachhaltigkeit von Daten und KI-Algorithmen, zu denen der KI-Rat Impulsgeber sein kann«, sagt Alexander Martin über seine neue Aufgabe. Er leitet das ADA Lovelace Center für Analytics, Data and Applications, das eine einzigartige Infrastruktur bietet, um KI-Forschung und KI-Anwendungen mit der Industrie zu verbinden. Außerdem ist Alexander Martin Professor für Wirtschaftsmathematik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

© Fraunhofer IIS
Prof. Dr. Alexander Martin befasst sich insbesondere mit Data-Analytics und KI-Algorithmen für die Industrie.

Künstliche Intelligenz im Wissenschaftsbetrieb

Prof. Dr. Ute Schmid, Leiterin der Projektgruppe Erklärbare KI am Fraunhofer IIS und Professorin für Angewandte Informatik, insbesondere Kognitive Systeme, an der Universität Bamberg und Prof. Dr. Thomas Seidl, Lehrstuhlinhaber für Datenbanksysteme und Data Mining der LMU München sowie Co-Leiter des ADA Lovelace Centers am Fraunhofer IIS, sind als Ratsmitglieder in die Sparte Hochschulen berufen. Ihre zentralen Aufgabengebiete sind die Vernetzung der neuen KI-Professuren, die Etablierung eines Forschungsnetzwerks und die Ausbildung von KI-Nachwuchs. »Mir ist daran gelegen, dass KI-Forschung in Bayern auf höchstem Niveau stattfindet und die Arbeiten bayerischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler international sichtbar und anerkannt sind. Zudem möchte ich dazu beitragen, dass KI-Methoden so in sozio-technische Zusammenhänge eingebettet werden, dass menschliche Kompetenzen durch KI-Systeme erweitert und gefördert werden und Menschen nicht die Kontrolle an KI-Systeme abgeben«, so Ute Schmid.

Prof. Ute Schmid
© Ute Schmid
Prof. Ute Schmid achtet darauf, dass der Mensch im Fokus der KI steht.

Thomas Seidl ergänzt: »Als ein Vertreter der Universitäten möchte ich zur vertieften Vernetzung von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen beitragen, was deren Initiativkräfte stärkt und über die Ausbildung in KI-Kernfächern und KI-Anwendungsgebieten der Bayerischen Wirtschaft neue Generationen an Expertinnen und Experten beschert und zu weiteren signifikanten wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Erfolgen im internationalen Wettbewerb führt.«

Alle drei Institutsvertreter freuen sich über die Berufung, die sie als Würdigung ihrer wissenschaftlichen Verdienste in der KI-Forschung verstehen. Im Vordergrund ihres Engagements im KI-Rat steht, mit ihrer Forschung am Fraunhofer IIS und ihren Hochschulen den technologischen Fortschritt in Bayern zu unterstützen, einen Beitrag für das Gemeinwohl zu leisten und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

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Prof. Thomas Seidl möchte zur vertieften Vernetzung von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen beitragen.

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