Highlights 2025 – Künstliche Intelligenz
am Fraunhofer IIS

Künstliche Intelligenz ist ein großer Forschungsschwerpunkt des Fraunhofer IIS – seit Jahren entwickeln unsere Mitarbeitenden KI-Systeme für effiziente Anwendungen in unterschiedlichsten Domänen und Branchen.

Dabei folgen wir zwei Pfaden: Mit spezialisierter, aufgabenbezogener KI bieten wir maßgeschneiderte, effiziente Lösungen. Gleichzeitig treiben wir die Entwicklung von breit nutzbaren, universellen oder auch auf bestimmte Aufgabenfelder optimierten Basismodellen und Basismethoden voran.

Die derzeit hochaktuellen Basismodelle sind große, eventuell multimodale, universell vortrainierte KI-Modelle, die als Grundlage für den schnellen Einsatz von KI in spezifischen Anwendungen dienen. Dazu zählt auch das Fraunhofer-Sprachmodell Teuken-7B, das in 24 europäischen Amtssprachen besonders ressourcenschonend trainiert wurde. Fraunhofer hat sich durch die Arbeit an Teuken die Fähigkeiten angeeignet, mit großen Datenmengen zu arbeiten, um daraus spezialisierte Basismodelle zu erzeugen. So sichern wir die digitale Souveränität Deutschlands und Europas.

Aufgabenbezogene KI bezieht sich auf Technologien, die zur Ausführung spezifischer Aufgaben entwickelt wurden. Dazu zählen sowohl Basismodelle als auch Basismethoden wie Machine Learning, Deep Neural Networks oder Prognose- und Optimierungsverfahren. Diese sind darauf ausgelegt, für den Kunden optimale Lösungen zu generieren. Ob bei der Datenauswahl, der Konfiguration der Trainingsverfahren oder der Algorithmen- und Hardwareentwicklung – wir forschen an ressourcenschonenden, kostengünstigen, energie- und wartungsarmen, zeit- und datensparenden Systemen mit geringer Latenz im konkreten Domäneneinsatz.

Wie aufgabenbezogene KI wirkt, zeigen unsere Projektbeispiele:

 

In der Signalverarbeitung konnte das Institut durch den Einsatz von KI bei Audio- und Sprachverarbeitung seine Spitzenposition in der Forschung festigen. 

 

Im Schwerpunkt KI-basierter Bildauswertung forschen wir sowohl an medizinischen und landwirtschaftlichen Anwendungen als auch an industriellen Prüfsystemen wie z. B. für Abfallsortiersysteme.

 

Um Berührungsängste bei der Integration von KI abzubauen, bieten wir in einer Demoproduktion in Dresden die Möglichkeit, den KI-Einsatz in der Fertigung zu testen.

 

In unserem Projekt Antrieb 4.0 setzen wir neueste Datenanalysemethoden für einen schnellen und effizienten Zugang zu heterogenen Daten ein.

Parallel bringen wir unsere langjährige Mikroelektronik-Erfahrung in die Entwicklung von KI-Chips, wie beispielsweise SENNA, ein. Wir wollen KI dadurch sehr viel effizienter implementieren und so deutlich ressourcenschonender und stromsparender in die Anwendung bringen. Unsere Vision ist es, zukünftig große Modelle zum lokalen Einsatz auf allen Klassen von Geräten (vom kleinen Hörgerät zur großen Maschine) zu bringen.

SENNA-Chip

Gefragte KI-Expertise

Wir sind ein wichtiger Partner, wenn es um innovative Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz geht. 2025 konnten wir unsere KI-Kompetenz bei hochkarätigen Veranstaltungen, in Gremien und mit erfolgreichen Publikationen unter Beweis stellen.

IHK trifft Wissenschaft: Sprachmodelle »Made in Germany«

Bei der Veranstaltung der IHK Nürnberg für Mittelfranken am 17. Februar gab Institutsleiter Prof. Bernhard Grill einen Einblick in das europäische KI-Sprachmodell Teuken-7B. Die anschließende Diskussion zeigte das groBe Interesse der Wirtschaft an Kl-Lösungen »Made in Germany«.

 

Großes Interesse an Veröffentlichung

Mit unserem Buch »Unlocking Artifical Intelligence: From Theory to Applications« erlangten wir 2025 hohe Aufmerksamkeit: Über 200000 Downloads hat das Open-Access-Werk bereits erzielt. Rund 70 Expertinnen und Experten geben darin Einblick in Forschungs- und Anwendungsbereiche der KI.

Workshop »Blue Swan AI Gigafactory«

Die Veranstaltung zu einem möglichen europäischen Hochleistungs-Rechen- und Datenzentrum in Nordbayern brachte am 24. November rund 90 führende Köpfe aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung bei uns zusammen. Gemeinsam trieben sie die Vision für mehr digitale Souveränität und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit voran.

Bayerischer KI-Rat in Nürnberg

Am 11. Juli fand in unseren Räumlichkeiten die Sommersitzung des Bayerischen KI-Rats statt. In seinem Eingangsstatement betonte Institutsleiter und Mitglied des KI-Rats Prof. Alexander Martin die Bedeutung von Kl für die Zukunft von Forschung und Industrie.

 

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