6G Positioning

Bereits bei 5G spielten Standortinformationen eine wichtige Rolle. Zukünftige Anwendungsszenarien wie vernetztes Fahren, Industrie- und Logistikanwendungen oder Telemedizin heben jedoch den Bedarf an präzisem Positioning auf ein neues Level. Höhere Frequenzbereiche, flexiblere Netze und höhere Datenraten in 6G eröffnen dabei neue Möglichkeiten im Bereich des Positionings.

Mit 6G werden Kommunikationsnetze zusätzlich selbst zu hochpräzisen, unsichtbaren Sensoren. Semantic Sensing ermöglicht es, aus Funksignalen wertvolle Informationen über Prozesse, Objekte und Umgebungen zu gewinnen. So können z. B. Prozessautomatisierung und Anomalie-Detektion in der Produktion direkt aus Netzwerken heraus realisiert werden – ganz ohne zusätzliche Sensorhardware.

Neue Anwendungsfälle, Anforderungen, Leistungsmerkmale und Schlüsseltechnologien werden im 6G-White-Paper »Next-generation positioning within 6G« für das Positioning in künftigen 6G-Netzen beschrieben.

Einige Leistungsvoraussetzungen für ein hochgenaues 6G-Positioning und Sensing sind:

  • THz-Spektrum und ultrabreite Bandbreiten
  • Intelligente, reflektierende Oberflächen (IRS)
  • Zellfreie massive MIMO-Netze
  • Künstliche Intelligenz (KI) und Machine Learning (ML) für präzises Positioning und intelligente Sensordatenanalyse
  • Flexible Netze und Lokalisierungsservicefunktionalität
  • Integriertes Sensing und Kommunikation (ISAC)
  • Semantic Sensing zur Anomalie-Detektion
  • Positionsbestimmung von Endgeräten untereinander

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Beispiel für 6G Positioning mit intelligenter, reflektierender Oberfläche (IRS)

Beispielbild für eine präzise Lokalisierung mit 6G
© Fraunhofer IIS

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