CT-Daten managen – jederzeit und von überall in der Cloud

Der Einsatz der Computertomographie in der industriellen Produktentwicklung und Produktion verbessert Prozesse enorm. Doch das Handling der verschiedenen CT-Daten war bisher umständlich. Forschende am Fraunhofer IIS haben deshalb die webbasierte Software »CloudCT« entwickelt: Sie erleichtert die Bedienung der CT und den Umgang mit den Datenmengen.

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CloudCT - Webbasiertes Datenmanagement für industrielle CT, Fraunhofer EZRT/Fraunhofer IIS

Interview mit Forscher Thomas Miller

Thomas Miller entwickelte mit einem Team die zeitsparende und flexible Lösung für die zerstörungsfreie Prüfung »CouldCT«. Wir sprachen mit ihm über die Herausforderungen in der Entwicklung, die aktuellen Einsatzmöglichkeiten für Unternehmen und die geplante Weiterentwicklung.

Was war der initiale Gedanke für die Entwicklung der CloudCT?

Die Entwicklung der CloudCT erfolgte zunächst für interne Zwecke: An unserem Standort in Deggendorf betreiben wir zahlreiche Röntgensysteme, die sich in unterschiedlichen Räumen oder gar Gebäuden befinden. Eine Messung zu starten oder zu überprüfen ist also nicht nur lästig, sondern auch äußerst zeitraubend. Deshalb wünschten wir uns ein System, mit dem wir von überall aus Zugriff auf CT-Daten haben. Mit dem Input der Mitarbeitenden haben wir die Features festgelegt, die unser Programm haben sollte. Danach haben wir ein benutzerfreundliches Design ausgearbeitet und Usability-Tests durchgeführt. Anschließend ging es auch schon an die Implementierung: Wir haben einen Projekt- und Zeitplan erstellt und die Software ausgearbeitet. Das Produkt CloudCT entstand also aus einem internen Bedarf, der aber auch in zahlreichen anderen Unternehmen vorhanden ist.

 

Wo lag für Sie die größte Herausforderung bei der Entwicklung?

Eine große Herausforderung war, dass wir einen sehr heterogenen Bestand an CT-Anlagen haben, da viele von unterschiedlichen Herstellern stammen und mit unterschiedlichen Systemen laufen. Also mussten wir das System CloudCT so entwickeln, dass es für alle Anwender flexibel einsetzbar ist. Durch intensiven Austausch mit verschiedenen CT-Herstellern ist es uns gelungen, das CloudCT-System an unterschiedliche Systeme anzupassen.

 

Wie genau funktioniert die Installation des Systems in einem Unternehmen und wieviel Zeit ist hierfür einzuplanen?

Es ist etwas komplizierter, als sich beispielsweise nur ein App auf das Smartphone zu laden oder ein Programm auf dem Computer zu installieren. Die Installation der CloudCT-Software nimmt ein Servicemitarbeiter oder -mitarbeiterin beim Kunden vor Ort vor. Die Einrichtung nimmt in der Regel kaum mehr als einen Tag in Anspruch. Da aber jeder Kunde andere Systeme und Datenbanken einsetzt, ist der Aufwand individuell verschieden. Der Einrichtungsaufwand amortisiert sich aber bereits nach kurzer Zeit, da die Zeitersparnis, die der Einsatz von CloudCT ermöglicht, enorm ist.

 

Was planen Sie zukünftig für die CloudCT?

Den Nutzerinnen und Nutzern soll es in Zukunft möglich sein, Volumendaten dreidimensional und interaktiv visualisieren zu können. Kunden und Kundinnen können dann einfach in ihrem Browser die 3D-Volumendaten betrachten und per Klick mit der Maus verschieben oder drehen. Da es sich bei CloudCT um eine Software handelt, ist die Entwicklung mit der Version 1.0 natürlich nicht abgeschlossen. Wir arbeiten kontinuierlich an der Software und setzen stets neue Ideen um. Der Einsatz der Software in den eigenen Laboren hilft uns hier unheimlich weiter.

 

Das Interview führte Nina Blumrich, wissenschaftliche Hilfskraft am Fraunhofer IIS

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Thomas Kestler

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Thomas Kestler

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