Soofi: Souveräne KI aus Europa​

Soofi (Sovereign Open Source Foundation Models) ist ein deutsches und europäisches Projekt zur Entwicklung souveräner KI-Basismodelle. Gemeinsam arbeiten führende Forschungseinrichtungen, Universitäten und KI-Start-ups an offenen Foundation Models, die europäische Anforderungen an Transparenz, Nachvollziehbarkeit und technologische Souveränität adressieren. Koordiniert wird das Konsortium vom KI-Bundesverband. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) gefördert.​​



Soofi S ist das erste Foundation Model der Soofi Modellfamilie und ist für den nachvollziehbaren und effizienten Einsatz von KI in industriellen Anwendungsszenarien konzipiert. Das Open-Source-Model bildet das Fundament für künftige, größere Soofi-Modelle – darunter spezialisierte Varianten für multimodale und Industrieanwendungen​.​

Modell Profil für Soofi S​

Modell Name​

Soofi S

Modelltype​

Large Language Model (LLM), Large Reasoning Model (LRM)

Modell Größe und Architektur​

30B Gesamtparameter mit 3B aktiven Parametern (MoE+Mamba)​

Bereitstellungsoptionen​

  • On-Prem​
  • Edge​
  • Private Cloud​
  • Public Cloud​
  • Hybrid

Trainingsdaten​

  • Öffentliche Webdaten​
  • Lizenzierte Trainingsdaten​
  • Synthetische Daten

Fähigkeiten​

  • Breites Allgemeinwissen sowie Kompetenzen in Mathematik, Naturwissenschaften und Technologie, einschließlich komplexer Schlussfolgerungsfähigkeiten​
  • Programmier- und agentische Fähigkeiten, Tool-Nutzung sowie Funktionsaufrufe z.B. für den Einsatz in Agenten​
  • Verständnis und Generierung von Inhalten über lange Kontextfenster hinweg​
  • Optimiert für deutsch- und englischsprachige Anwendungen

Anwendungsfelder

  • Fertigung​
  • Gesundheitswesen​
  • Energiesektor​
  • Automobilindustrie​
  • Logistik​
  • Verwaltung​

Unterstützte Sprachen​

Englisch, Deutsch​

Maximale Kontextlänge​

Bis zu 1 Mio. Token

Veröffentlichungsdatum

geplant für September 2026​

 

 

Fraunhofer im Soofi-Konsortium für souveräne KI​

Aus der Fraunhofer-Gesellschaft sind das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS und das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS an der Entwicklung von Soofi S beteiligt. Beide Institute bringen ihre langjährige Expertise in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Sprachverarbeitung und Large Language Models in das Projekt ein, um leistungsfähige europäische Foundation Models zu entwickeln.

 

​Expertise des Fraunhofer IIS für Soofi S

Das Fraunhofer IIS leistet zentrale Beiträge zur Weiterentwicklung von Soofi S, insbesondere in den Bereichen Post-Training, Evaluation und anwendungsspezifische Optimierung.

 

Stark in Wissen, Reasoning und Coding

Soofi S wird für komplexe Fragestellungen, agentische Systeme und die Verarbeitung großer Informationsmengen optimiert. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau zentraler Modellfähigkeiten: fundiertes Allgemein- und Fachwissen, komplexe mehrstufige Schlussfolgerungen, Unterstützung von Programmier- und Agentensystemen sowie die Verarbeitung großer Kontextmengen. Die Ausrichtung auf Deutsch und Englisch sowie eine präzise Befolgung von Nutzeranweisungen sorgen für eine hohe Praxistauglichkeit. 

 

Optimierung für produktive Anwendungen

Durch die moderne Post-Training-Pipeline verbessert das Fraunhofer IIS die Qualität, Zuverlässigkeit und Sicherheit von Soofi S. Gleichzeitig werden Fähigkeiten wie logisches Schlussfolgern, Programmierung und Tool-Nutzung gezielt ausgebaut. Die Anpassung für industrie-relevante Daten, Modalitäten und Use-cases ist im Fokus der aktuellen Entwicklung.

 

Qualität transparent messbar

Umfangreiche Evaluierungen in den Bereichen Sprache, Mathematik, Naturwissenschaften, Programmierung, Tool-Nutzung und Sicherheit stellen die Leistungsfähigkeit von Soofi S sicher und liefern die Grundlage für seine kontinuierliche Weiterentwicklung.

 

Soofi: Gemeinsam neue Potenziale industrieller Datenwelten erschließen

Ausgewählte Entwicklungsfelder für KI-Systeme, die Wissen aus technischen Dokumenten, Geometriedaten und Prozessen zusammenführen.

Wir suchen Industriepartner, die gemeinsam mit uns neue Anwendungsfälle für Soofi identifizieren, erproben und weiterentwickeln möchten. Bringen Sie Ihre Anforderungen, Datenwelten und Prozesse ein und gestalten Sie die nächste Generation industrieller KI-Lösungen aktiv mit.

 

Dokumente, Text &​ strukturierte Daten

Handbücher, Spezifikationen, ​E-Mails, Tabellen, Logfiles​


PDF, DOCX, Markdown,​ HTML​

Bilder, Scans & technische Dokumente​

Technische Zeichnungen, Scans, Fotos, Diagramme​​


PNG, JPG, TIFF​​

CAD / Simulation

3D-Modelle, Baugruppen, Simulationsdaten​​​


STEP, IGES, STL​​​

Zeitreihen & Sensoren

Maschinendaten, Prozesse, Messreihen​​​


CSV, Parquet​​​

Sie haben einen Anwendungsfall für Soofi oder wollen von unserem Know-how profitieren? Sprechen Sie uns an.

Kontakt

Technische Infos & Forschung

 

Pretraining Tech-Report

Alle technischen Infos zu den Ergebnissen des Pretrainings von »Soofi S«.

Testen des Modells

Das kleine Entwicklerteam kann das Feedback der Open-Source-Community erst nach der aktuellen Testphase mit der Industrie entgegennehmen. Wir informieren alle Interessierten über die Freischaltung von »Soofi S«. Anfragen an: contact@soofi.info

 

Forschung Generative KI

Welche Schwerpunkte hat das Fraunhofer IIS in der Entwicklung und Spezialisierung generativer Modelle? In welchen Forschungskooperationen und -projekten arbeiten wir? 

FAQ

  •  Soofi (Sovereign Open Source Foundation Models) ist ein deutsches Konsortialprojekt zur Entwicklung souveräner, offener KI-Basismodelle für Europa. Ziel ist es, Unternehmen, Mittelstand, Verwaltung, Forschung und Start-ups transparente und unabhängige Alternativen zu außereuropäischen KI-Modellen zu bieten. 
     

    Soofi wird von einem Konsortium aus führenden deutschen Forschungseinrichtungen, Universitäten und KI-Start-ups getragen: Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz DFKI, Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS, Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltung IIS, TU Darmstadt, Universität Würzburg, Berliner Hochschule für Technik, L3S Research Center der Leibniz Universität Hannover sowie Lamarr-Institut für Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz. Dazu kommen die Start-ups ellamind und Merantix Momentum. Die Konsortialführung liegt beim KI-Bundesverband. 
     

  • "Soofi S" ist das erste Modell der Soofi-Modellfamilie: ein 30-Milliarden-Parameter-Modell mit hybrider Mamba-Transformer-Architektur als Mixture-of-Experts (MoE), bei dem pro Token nur rund drei Milliarden Parameter aktiv sind. Trainiert wurde es mit 27 Billionen Token mit Schwerpunkt auf Deutsch und Englisch. Veröffentlicht wird zunächst das Basismodell. 

    Ein Basismodell hat das Vortraining durchlaufen und dient als Ausgangspunkt für eigene Anpassungen. Genau darin liegt sein Wert: Wissenschaft, Industrie und öffentliche Hand können darauf eigene Modelle für ihre Fachdomäne und ihre Aufgaben aufbauen. Wer beim Basismodell ansetzt, behält die volle Kontrolle über jeden weiteren Schritt. Für Forschung und Domänenanpassung ist das Basismodell die entscheidende Veröffentlichung.

    Ein instruktionsoptimiertes Modell (Post-Training) folgt zu einem späteren Zeitpunkt. Es richtet sich an alle, die Soofi S einsetzen wollen. Beide Varianten bilden das Fundament für weitere, größere Soofi-Modelle, darunter spezialisierte Varianten für Dialog-, Reasoning- und Agentenanwendungen.

     

  • "Soofi S" nutzt die offen publizierte Referenzarchitektur von Nemotron 3 Nano. So konnte in wenigen Monaten ein leistungsfähiges Modell trainiert werden. Parallel forschen wir an eigenen Architekturen als weiteren Baustein eines souveränen europäischen Modell-Stacks. Mixture of Experts (MoE) bedeutet, dass das Modell insgesamt 30 Milliarden Parameter besitzt, aber bei jeder Anfrage nur einen kleinen Teil davon aktiviert (rund 3 Milliarden). Das senkt den Rechenaufwand und die Hardwareanforderungen bei gleichbleibender Leistungsfähigkeit erheblich.

    In Kombination mit der hybriden Mamba-Transformer-Architektur bleibt die Verarbeitungsgeschwindigkeit auch bei sehr langen Texten nahezu konstant, was »Soofi S« besonders im industriellen Einsatz effizient macht.

     

  • Soofi verfolgt einen konsequent offenen Ansatz: Neben den Modellgewichten werden ausgewählte Zwischen-Checkpoints, der Trainings- und Evaluationscode sowie ein detailliertes Dateninventar veröffentlicht. Die Soofi-Modellfamilie soll nach Fertigstellung, Testung durch Unternehmen und Passieren aller erforderlichen Release Gates unter einer permissiven Lizenz veröffentlicht werden. Die bewusste Entscheidung für einen Open-Source-Ansatz ist ein zentrales Element der Souveränitätsstrategie des Projekts. 

     

  • Soofi S wurde auf der Industrial AI Cloud der Deutschen Telekom in München trainiert, die gemeinsam mit NVIDIA aufgebaut und im Februar 2026 in Betrieb genommen wurde. Wir nutzten bis zu 512 NVIDIA-B200-GPUs – 64 DGX-B200-Knoten mit je acht GPUs – über rund 253.000 GPU-Stunden zwischen dem 24. März und dem 13. Mai 2026.

    Damit war Soofi S einer der ersten großen Trainings-Runs auf dieser neuen souveränen Infrastruktur im HPC-Maßstab. Das Münchner Rechenzentrum wird vollständig mit erneuerbarer Energie betrieben, mit Wasser aus dem nahegelegenen Eisbach gekühlt und ist in ein Abwärmekonzept eingebunden, das den umliegenden Tucherpark mitversorgt. 

     

  • Soofi S wird aktuell im Rahmen von Betatests der IPCEI-CIS/8ra-Initiative getestet – einem europäischen Vorhaben mit über 100 Partnern aus Industrie, Mittelstand und Forschung in zwölf EU-Staaten. Die Veröffentlichung wird so bald wie möglich erfolgen. 

     

  • Souveränität bedeutet für Soofi, dass europäische Organisationen KI-Technologie einsetzen können, ohne sich in dauerhafte Abhängigkeit von einzelnen außereuropäischen Anbietern zu begeben. Konkret heißt das: Soofi S wurde vollständig auf europäischer Infrastruktur trainiert (Industrial AI Cloud der Deutschen Telekom in München), die Trainingsdaten und -methoden sind dokumentiert und nachvollziehbar, und das Modell kann auf eigener Hardware betrieben werden. Unternehmen und Behörden behalten so die Kontrolle über ihre Daten, ihre Wertschöpfung und ihre technologische Unabhängigkeit. 

    "Soofi S" nutzt die offen publizierte Referenzarchitektur von Nemotron 3 Nano. So konnte in wenigen Monaten ein leistungsfähiges Modell trainiert werden. Parallel forschen wir an eigenen Architekturen als weiteren Baustein eines souveränen europäischen Modell-Stacks. 

     

  • Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert Soofi mit rund 20 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgt im Rahmen der europäischen IPCEI-CIS/8ra-Initiative und wird durch Mittel der Europäischen Union (NextGeneration EU) kofinanziert. 

     

Weiter Informationen zu Soofi S

Pressemitteilungen

Soofi Projekt-Webseite

IIS Magazin Beitrag zu LLMs

Soofi S und das Fraunhofer IAIS

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