Induktive Nahfeldortung

Auf einen Blick

Die am Fraunhofer-Institut für integrierte Schaltungen IIS entwickelte Lokalisierungstechnologie IndLoc ist eine kostengünstige Lösung zur dreidimensionalen Echtzeitlokalisierung passiver Objekte in einem definierten Volumen mit hoher Genauigkeit. Dazu umschließt ein stromdurchflossener Leiter ein definiertes Areal variabler Größe und erzeugt in diesem Bereich ein schwaches magnetisches Wechselfeld. Das zu lokalisierende Objekt trägt eine kleine, passive Spule, ähnlich einem RFID Transponder. Diese »Lokalisierungsspule« erzeugt in dem beobachteten Volumen ein magnetisches Sekundärfeld, welches von Antennen erfasst und vom IndLoc-System ausgewertet wird. So kann eine Grenzüberschreitung, sowie die Position, Orientierung und Bewegung des zu ortenden Objektes hochgenau erfasst werden, ohne, dass es aktive Elektronik beinhalten muss. Die ermittelten Positionsdaten können mit einer geeigneten Backendsoftware visualisiert, weiterverarbeitet oder bestimmten Mustern zugeordnet werden. So können beispielsweise bei Grenzüberschreitung vorher definierte Aktionen, wie Alarmmeldungen, ausgelöst werden.

Kundennutzen

  • Passives Lokalisierungsobjekt
  • Keine Sichtverbindung nötig
  • Erkennung von seitlichen Eingriffen
  • Keine räumliche Abgrenzung der Fächer notwendig
  • Überwachtes Volumen variabel für gängige
    Regalgrößen anwendbar
  •  Einfache Nachrüstung für bestehende Regalsysteme
  •  Flexible Konfiguration der Fächerverteilung in Software
    (Größe, Position, Funktion etc.)
  • Exakte Bestimmung einer Grenzüberschreitung
  • Bereitstellung der 3D Positionsdaten zur Weiterverarbeitung
    (z. B. Visualisierung, Alarmauslösung oder Gerätesteuerung)
  • Automatische Quittierung von Vorgängen
  • Ortung und Identifizierung von Objekten im Volumen
  • Tolerant auch gegenüber metallischen Störobjekten und
    anderen Fremdkörpern im Überwachungsbereich
  • Lokalisierung von Standard LF-Transpondern

Hauptmerkmale

  • Magnetfeldbasiert
    • Schwache magnetische Felder zur Definition eines Überwachungsbereichs
  • Lokalisierung
    • Lokalisierungsgenauigkeit im Bereich von einigen Zentimetern
  • Stromunabhängige Tags
    • Kleine, passive Lokalisierungsspulen an den Objekten
  • Geometrisch variabler Überwachungsbereich
    • Geometrien bis zu wenigen Metern
  • Hohe Aktualisierungsrate
    • Updaterate von 2.500 Samples pro Sekunde
  • Kosteneffizienz
    • Geringe Geräte- und Infrastrukturkosten; keine Übertragungsgebühren

Anwendungsbereiche

  • Logistik und Produktion: Intelligente Regale
  • Lokalisierung der Kommissionier-Vorgänge mit direktem
    Feedback
  • Elektronisches Kanban (Lokalisierung von Behältern im Regal)
  • Erkennen und Unterscheidung von metallischen Objekten
    (Form, Menge und Material)

 

Trennscharfe Detektion

Die induktive Nahfeldortung des Fraunhofer IIS stellt eine Technologie zur trennscharfen Detektion von Grenzüberschreitungen für verschiedenste Szenarien dar. Anwendungsfelder finden sich dabei insbesondere in den Bereichen Sicherheit, Produktion und Logistik sowie Gesundheit. Mit der Technologie des Fraunhofer IIS lassen sich Areale gezielt im Sinne eines „Geofencing“ abgrenzen und kontrollieren, wodurch Personen und Objekte effizient geschützt werden können.