LEO-Konstellationen bieten aufgrund ihrer geringen Orbithöhe nicht nur niedrige Latenzen, sondern auch eine globale und resiliente Netzabdeckung. Daher werden sie bei der Weiterentwicklung nicht-terrestrischer Netzwerke (NTNs) hin zu 6G eine entscheidende Rolle spielen. Die Vorzüge der Kleinsatelliten bringen jedoch auch technische Herausforderungen mit sich: schnelle Satellitenbewegungen, häufige Zellwechsel, ausgeprägte Doppler-Effekte, dynamische Sichtbarkeiten und ein komplexes Frequenz-Sharing mit terrestrischen Netzen.
Mit 6G LINO, unserem 6G Laboratory in Orbit, stellen wir schon heute eine rekonfigurierbare Experimentierplattform im niedrigen Erdorbit zur Verfügung. Technologien für nicht-terrestrische Netze können so frühzeitig unter realen Weltraumbedingungen erprobt werden. Das schafft schnell Gewissheit, ob neue Anwendungen dem Stresstest im All standhalten. Was heute noch Zukunftsmusik ist, könnte damit bald Realität werden.