Fraunhofer-Anwendungszentrum Drahtlose Sensorik in Coburg eröffnet

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Mit Unterstützung des Freistaats Bayern richtet das Fraunhofer IIS gemeinsam mit der Hochschule Coburg ein Anwendungszentrum Drahtlose Sensorik ein. Dort entstehen Lösungen mit extrem energiesparenden, drahtlosen Sensornetzen für die Bereiche Produktion, Bauwesen, Gesundheit und Landwirtschaft. Die Eröffnung fand am Donnerstag, 4. Juli 2013, an der Hochschule Coburg statt.

© Fraunhofer IIS/Kurt Fuchs
Drahtlose Sensorik in der Landwirtschaft: Drahtlose Sensornetze des Fraunhofer-Anwendungszentrums überwachen großflächig die Umweltbedingungen auf Nutzflächen, um den Düngemitteleinsatz zu optimieren, v. l.: Erste Reihe: Staatssekretärin Katja Hessel, Bayerisches Staatministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie; Prof. Dr. Michael Pötzl, Präsident der Hochschule Coburg; Prof. Dr. Albert Heuberger, Leiter des Fraunhofer IIS; Zweite Reihe: Jürgen Hupp, Leiter der Abteilung Kommunikationsnetze, Fraunhofer IIS; Prof. Dr. Thomas Wieland, Leiter des Fraunhofer-Anwendungszentrums Drahtlose Sensorik; Simon Ammer, Betreuer Anwendungszentren Fraunhofer-Gesellschaft.
© Fraunhofer IIS/Kurt Fuchs
Mit dem Überreichen des Türschildes wird das Fraunhofer-Anwendungszentrums Drahtlose Sensorik offiziell eröffnet, v. l.: Prof. Dr. Thomas Wieland, Leiter des Fraunhofer-Anwendungszentrums Drahtlose Sensorik; Prof. Dr. Michael Pötzl, Präsident der Hochschule Coburg; Staatssekretärin Katja Hessel, Bayerisches Staatministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie; Prof. Dr. Albert Heuberger, Leiter des Fraunhofer IIS; Jürgen Hupp, Leiter der Abteilung Kommunikationsnetze, Fraunhofer IIS.

Ziel des Fraunhofer-Anwendungszentrums Drahtlose Sensorik ist es, die Technologien der drahtlosen Sensoren und Sensornetze für verschiedene Anwendungsfelder verfügbar zu machen und individuelle Lösungen zu entwickeln. Mögliche Einsätze sind die Überwachung von Brücken auf ihre Sicherheit, die Überwachung von Umweltbedingungen auf Nutzflächen, um den Düngemitteleinsatz zu optimieren oder die patientenfreundliche Unterstützung von Rehabilitationsübungen mit drahtlosen Sensoren. »Wir freuen uns, dass wir das Forschungsthema Drahtlose Sensorik an der Hochschule in Coburg ausbauen können«, so Prof. Albert Heuberger, Leiter des Fraunhofer IIS. »Das Fraunhofer-Anwendungszentrum bündelt künftig das Know-how der beteiligten Einrichtungen und steht industriellen Kooperationspartnern für Beratungen und Lösungen zur Verfügung«, ergänzt der Institutsleiter. Bayerns Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel begrüßt ebenfalls die positive Entscheidung für den Standort Coburg und Oberfranken: »Das Fraunhofer-Anwendungszentrum Drahtlose Sensorik wird künftig mit der Unterstützung des Freistaats Bayern neue Technologien in die Anwendung bringen. Um diese Vernetzung zur Wirtschaft zu stärken, fördern wir diese Kooperation mit der Hochschule mit 2,5 Mio. Euro.«

Modernste Informations- und Kommunikationstechnologien

»Die Kooperation zwischen dem Fraunhofer IIS und der Hochschule Coburg erlaubt uns eine intensive Unterstützung der Wirtschaft mit modernsten Informations- und Kommunikationstechnologien im Bereich Drahtlose Sensorik«, erläutert Prof. Dr. Thomas Wieland, Leiter des neuen Fraunhofer-Anwendungszentrums Drahtlose Sensorik und Professor für Informatik an der Hochschule Coburg. Die Arbeiten des Anwendungszentrums bauen dabei u.a. auf den Entwicklungen des Fraunhofer IIS auf. Besonders die Zusammenarbeit mit der Abteilung Kommunikationsnetze ermöglicht den Zugriff auf wichtige Basistechnologien, wie die s-net®-Technologie, die bei geringstem Energiebedarf eine hohe Datenübertragungsqualität sicherstellen kann.

Ideale fachliche Ergänzung

Für den Bereich Gesundheit werden die Kernkompetenzen des Anwendungszentrums durch die Kooperation mit der Abteilung Bildverarbeitung und Medizintechnik des Fraunhofer IIS vervollständigt. Zudem arbeitet das neue Fraunhofer-Anwendungszentrum Drahtlose Sensorik eng mit dem Institut für Sensor- und Aktortechnik (ISAT) der Hochschule Coburg zusammen.