Kann Röntgentechnik Pflanzen fit für den Klimawandel machen?

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Kann man Flugzeuge röntgen?

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Kann Computertomographie die Entwicklung von Autos beschleunigen?

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Röntgenjahr 2020: Die Röntgenstrahlung wird 125 Jahre alt – und wir feiern mit

2020 jährt sich die Entdeckung der »X-Strahlen« durch Wilhelm Conrad Röntgen zum 125. Mal. Wenige Monate nach seiner Entdeckung, genau am 23. Januar 1896, fiel zum ersten Mal der im deutschsprachigen Raum gebräuchliche Begriff Röntgenstrahlen. Dies nimmt das Fraunhofer IIS zum Anlass, um das »Röntgenjahr« unter dem Motto #125JahreNeueEinsichten einzuläuten.

#DieMitDemRöntgenblick: Das Fraunhofer IIS feiert das Röntgenjahr 2020

Am Entwicklungszentrum Röntgentechnik arbeiten wir mit über 150 Expert*innen in der Nachfolge Wilhelm Conrad Röntgens. Wir haben in den vergangenen 20 Jahren die Röntgentechnologien auf ein neues Niveau gehoben. In Fürth steht die größte öffentlich zugängliche CT-Anlage der Welt, in der ganze Schiffscontainer, Autos und kleine Flugzeuge durchleuchtet werden können. Wir sind die mit dem Röntgenblick.  

 

Die Entdeckung der Röntgenstrahlen war für Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft bahnbrechend und hat ein weites Feld neuer Erkenntnisse, Entwicklungsmöglichkeiten und Anwendungen erschlossen. Um dieses bedeutsame Kapitel deutscher Wissenschaftsgeschichte zu beleuchten, haben sich unterschiedliche Institutionen zusammengeschlossen, die sich verpflichtet fühlen, um gemeinsam das »Röntgenjahr« zu gestalten. 

Die Nachfolge von Wilhelm Conrad Röntgen: das Fraunhofer-Entwicklungszentrum Röntgentechnik (EZRT)

Das Fraunhofer-Entwicklungszentrum Röntgentechnik (EZRT) des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen IIS hat sich in den vergangenen 20 Jahren unter der Leitung von Prof. Randolf Hanke zu einem der bedeutsamsten Forschungszentren für industrielle Röntgentechnik weltweit entwickelt. Am Forschungsstandort Fürth befindet sich unter anderem die größte öffentlich zugängliche Röntgen-Computertomographie-Anlage der Welt, mit der sich sogar ganze Fahrzeuge und Frachtcontainer tomographieren lassen. Gleichzeitig leitet Prof. Hanke den Lehrstuhl für Röntgenmikroskopie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg – der gleichen Universität, an der bereits Röntgen gelehrt hat. Deshalb fühlt sich das Fraunhofer EZRT mit seinen Mitarbeitenden im Jubiläumsjahr als »Erbe« Röntgens in besonderem Maße verpflichtet, im Rahmen unterschiedlicher Aktionen und Veranstaltungen über die Möglichkeiten und Chancen von moderner Röntgentechnik für die zerstörungsfreie Materialanalytik zu informieren. Denn die Technologie kann heute deutlich mehr, als medizinische Fragestellungen wie z. B. Knochenbrüche zu diagnostizieren.

Aktionen im Jubiläumsjahr – Röntgenmobil, Röntgenkunst und vieles mehr:

Datum Veranstaltung Was kann man erleben?
06.04.2020 Ersatztermin wird gesucht Auftaktevent »Röntgens Kosmos« in Würzburg mit Harald Lesch, Congress Centrum Würzburg Das Event findet in direkter Nachbarschaft zu Röntgens Labor statt, in dem er 1895 die Röntgenstrahlen entdeckt hat. An der begleitenden Ausstellung mit experimentellen Exponaten beteiligt sich das Fraunhofer IIS mit einer portablen Röntgenanlage. Dieses »Röntgenfoyer« bietet Spannendes zu entdecken und lädt Besucher ein, an vielen Experimenten auch einmal selbst Hand anzulegen. Der Eintritt zum »Röntgenfoyer« ist kostenfrei. Im Anschluss daran findet dann ab 19 Uhr die Abendveranstaltung »Röntgens Kosmos« statt. Tickets dafür gibt es ab sofort im Vorverkauf an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie online.
Ab April 2020 Ersatztermin wird gesucht Das Röntgenmobil Ab April geht das »Röntgenmobil« auf Deutschlandtour. Ziel ist es, Wissen und Verständnis für die immense Bedeutung dieser Entdeckung zu befördern und insbesondere Museen zugänglich zu machen. Mittels einer mobilen Röntgencomputertomographie-Anlage sind die Forschenden in der Lage, Unsichtbares sichtbar zu machen und zur virtuellen Erfassung historisch bedeutsamer Objekte in Sammlungen und Museen beizutragen. Das »Röntgenmobil« ist ein vollwertiges, mobiles Röntgenlabor auf vier Rädern. 
02.05.2020 Ersatztermin wird gesucht Physik am Samstag, Physik mit Durchblick - Röntgenbilder im digitalen Zeitalter (Simon Zabler), Julius-Maximilians-Universität Würzburg Im Rahmen von »Physik am Samstag« erfahren Besucher beim Vortrag »Physik mit Durchblick - Röntgenbilder im digitalen Zeitalter« von Priv. Doz. Dr. Simon Zabler mehr über die Technik hinter der Röntgentechnik und was sich in den letzten 125 Jahren verändert hat (2. Mai 2020, 10.30 Uhr, Julius-Maximilians-Universität Würzburg)
28.05.2020 Ersatztermin wird gesucht InNUEvation, Fürth Die nächste Innovationskonferenz »#inNUEvation« im Rahmen des Röntgenjahres in Fürth setzt sich intensiv mit dem Thema Innovationen aus verschiedenen Perspektiven wie Forschung, Wirtschaft und Politik auseinander. Das Röntgenjubiläum wird im Rahmen einer Sonderausstellung beleuchtet und soll zu neuen Innovationen inspirieren.
13.09. - 01.11.2020 Kunstausstellung von Röntgenkünstler Nick Veasey, Kunstgalerie Fürth In der Ausstellung in der Kunstgalerie Fürth werden Arbeiten des englischen Fotografen und Künstlers zu sehen sein, der bevorzugt mit Röntgenaufnahmen arbeitet. Einige der spektakulären Aufnahmen entstehen extra für diese Veranstaltung. Die Vernissage findet am 13. September 2020 um 11 Uhr statt. Die Ausstellung kann bis zum 1. November besucht werden.

Der Namensgeber: Wilhelm Conrad Röntgen

Wilhelm Conrad Röntgen wurde am 27. März 1845 in Lennep geboren und galt als introvertierter, bescheidener und gerechtigkeitsliebender Mensch. Er war deutscher Physiker und entdeckte 1895 am physikalischen Institut der Universität Würzburg die Röntgenstrahlen. Dafür erhielt er 1901 den Nobelpreis für Physik und revolutionierte mit seiner Entdeckung die medizinische Diagnostik.

Seine Familie zog aus wirtschaftlichen Gründen in die Niederlande Wilhelm Conrad Röntgen hatte einen schwierigen Schulstart und galt als nicht allzu fleißiger Schüler, der aufgrund eines Missverständnisses 1863 ohne Abschluss von der Schule verwiesen wurde. Seine Wissbegierde ließ jedoch nicht nach und er wollte na die Universität. Jedoch fiel er auch hier durch die Zulassungsprüfung. Daher besuchte er schließlich als Gasthörer Kurse in Physik Mathematik, Biologie und Sprachen. 1865 durfte er nach bestandener Zulassungsprüfung die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich besuchen und schloss sein Studium 1868 als Diplom-Maschinenbauingenieur ab. Nachfolgend ergänzte ein Aufbaustudium der Physik seinen akademischen Werdegang, bei dem er August Kundt kennenlernte und sein Assistent wurde, bis er schließlich 1869 in Physik an der Universität Zürich promovierte. 1874 folgte eine Habilitation an der Kaiser-Wilhelms-universität Straßburg. Zum Ort seiner größten wissenschaftlichen Leistung kam er 1888 als er als ordentlicher Professor an der Universität Würzburg begann. Dort entdeckte er am 8. November 1895 die nach ihm benannten Röntgenstrahlen. Im Dezember 1895 hat er damit die Hand seiner Frau geröntgt, von der eindeutig die Knochen und der Ehering zu erkennen waren. Er erhielt für seine Entdeckung 1901 den Nobelpreis für Physik und stiftete das damit verbundene Preisgeld der Universität Würzburg. Er war darauf bedacht, dass seine Entdeckung schnelle Verbreitung fand und verzichtete deswegen auf die Patentierung. Im Rahmen seiner Bescheidenheit lehnte er auch das Adelsprädikat ab.

© orion_eff – stock.adobe.com

Der Geschichte auf der Spur: XXL-Computertomographie des Raketenjägers Me 163

Das Fraunhofer-Entwicklungszentrum Röntgentechnik, ein Bereich des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen IIS, hat den Raketenjäger Me 163 Messerschmitt mittels XXL-Computertomographie untersucht. Das seltene Exemplar stammt aus der Sammlung des Deutschen Museums. Das Kuratorenteam für Historische Luftfahrt erhofft sich durch den Scan neue Erkenntnisse zur Geschichte dieser Maschine.

Untersuchung einer peruanischen Mumie mittels 3D- Röntgencomputertomographie

XXL-CT

Unsere Röntgen-Experten

Für Rückfragen zum Röntgenjubiläum oder fachliche Rückfragen zur Röntgentechnik hat das Fraunhofer IIS Experten an unterschiedlichen Standorten:

 

Fürth:

Prof. Randolf Hanke

Fachgebiet: Industrielle Röntgentechnik, Schwerpunkt Kognitive Sensorsysteme
+49 911 58061-7510
randolf.hanke@iis.fraunhofer.de

 

Dr. Norman Uhlmann

Fachgebiet: Industrielle Röntgentechnik, Schwerpunkt XXL-Computertomographie
+49 911 58061-7560

norman.uhlmann@iis.fraunhofer.de

 

Dr. Steven Oeckl

Fachgebiet: Industrielle Röntgentechnik, Schwerpunkt Produktionsmonitoring
+49 911 58061-7544

steven.oeckl@iis.fraunhofer.de

 

Michael Salamon

Fachgebiet: Industrielle Röntgentechnik, Schwerpunkt Spezialsysteme & XXL-Computertomographie
+49 911 58061-7562

michael.salamon@iis.fraunhofer.de

 

Dr. Theobald Fuchs

Fachgebiet: Industrielle Röntgentechnik, Röntgenphysik und Geschichte der Röntgentechnik

+49 911 58061-7513

theobald.fuchs@iis.fraunhofer.de

 

Würzburg:

Prof. Randolf Hanke

Fachgebiet: Industrielle Röntgentechnik, Schwerpunkt Röntgenmikroskopie
+49 931 31-83289

randolf.hanke@physik.uni-wuerzburg.de

 

Dr. Simon Zabler

Fachgebiet: Industrielle Röntgentechnik, Schwerpunkt Hochauflösende Röntgensysteme
+49 931 31-86261

simon.zabler@iis.fraunhofer.de

 

Saarbrücken:

Prof. Randolf Hanke

Fachgebiet: Industrielle Röntgentechnik, Schwerpunkt Zerstörungsfreie Werkstoffprüfung
+49 681 9302-3811
randolf.hanke@izfp.fraunhofer.de

 

Deggendorf:

Prof. Jochen Hiller

Fachgebiet: Industrielle Röntgentechnik, Schwerpunkt Zerstörungsfreies Monitoring im Handel
+49 991 3615-375

jochen.hiller@iis.fraunhofer.de

 

Passau:

Prof. Tomas Sauer

Fachgebiet: Wissensbasierte Bildverarbeitung, Schwerpunkt Verarbeitung großer dreidimensionaler Datensätze
+49 851 509-3100

tomas.sauer@iis.fraunhofer.de

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