Verschiedene Endgeräte sind mit Hilfe von leuchtenden Linien vernetzt und werten Daten aus.
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Verschiedene Endgeräte die im Austausch sind.

Gemeinsam ans Ziel!#

Exposure Notification Schnittstelle

Weltweit arbeiten Gesundheitsbehörden seit Anfang des Jahres 2020 an Social Distancing Apps mittels welchen die digitale Aufzeichnung und anschließende Rückverfolgung von Kontakten, zur Eindämmung der Corona-Pandemie, ermöglicht wird. Aufgrund einer inkompatiblen BLE-Umsetzung auf den Plattformen Android und iOS war anfänglich allerdings keine gegenseitige Erkennung der jeweiligen Endgeräte möglich und somit die Entwicklung eines zuverlässigen Instruments zur Entlastung der Gesundheitsbehörden, bei der manuellen Kontaktermittlung, weit entfernt.

Beratend zur Seite stehen.

Mit dem Hintergrundwissen über die Anforderungen einer Schnittstelle, welche gegeben sein müssen um das genannte Problem zu beseitigen, konnte Fraunhofer IIS den beiden Unternehmen Apple und Google bei ihrer erstmaligen Zusammenarbeit beratend zur Seite stehen und somit an der erfolgreichen Entwicklung der Exposure Notification API mitwirken.

Die neue Schnittstelle erlaubt erstmals neben dem Austausch von Zufallscodes zwischen den Smartphones, auch die Aufzeichnung von Begegnungen in einem internen Speicher. Somit liefert die fest im Betriebssystem eingebaute Funktion ein wichtiges Puzzelteil für verschiedene Corona-Warn-Apps.

Funktionsweise#

Funktionsweise des Contact Tracings  auf Basis der Exposure Notification API
© Fraunhofer IIS/Windisch
Contact Tracings auf Basis der Exposure Notification API

Internationalität#

Hilfe beim internationalen Contact Tracings durch Apples und Googles Schnittstelle
© Fraunhofer IIS/Windisch

In Deutschland ist auf Grund der zahlreichen Grenzen zu anderen Ländern wie Frankreich, Österreich, der Niederlande und vielen weiteren, außerdem die Möglichkeit einer internationalen Lösung des Contact-Tracings von großer Bedeutung. Durch die Schnittstelle wird der, für die digitale Kontaktverfolgung, notwendige Austausch der Daten zwischen den verschiedenen Corona-Warn-Apps der Länder ermöglicht.

Nur mittels der Exposure Notification API können Warn-Apps also zuverlässige Messergebnisse liefern, bedeutungslos ob der Kontakt zwischen iPhone- oder Android-Nutzer stattfindet und Gesundheitsämter bei ihrer Aufgabe in der Kontaktpersonennachverfolgung unterstützen.