MammoCAD

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Computer-assistierte Diagnose für Mammographie

Hintergrund

Die Mammographie ist derzeit das effektivste Bildgebungsverfahren für die frühzeitige Erkennung und Diagnose von Brustkrebs. Die Unterscheidung von gutartigen und bösartigen Läsionen anhand einer Mammographieaufnahme gestaltet sich meist schwierig. Zur weiteren Abklärung einer verdächtigen Läsion wird daher in der Regel eine Brustbiopsie durchgeführt. Mehrere klinische Studien zeigen, dass der positiv-prädiktive Wert für die Interpretation von Mammogrammen meist nicht höher als 30 Prozent ist. Daher zeigen meist nur wenige Biopsien eine bösartige Pathologie. Der daraus resultierende hohe Anteil von (eigentlich unnötigen) Brustbiopsien von gutartigen Läsionen verursacht vermeidbare psychische und physische Beschwerden der Patientin sowie unnötige Behandlungskosten.

Unsere Lösung: MammoCAD

Wir arbeiten an einem System für die computerassistierte Unterscheidung von gutartigen und bösartigen Herdbefunden sowie gruppierten Mikroverkalkungen in Mammogrammen. Ziel des Systems ist es, den Radiologen in seiner Entscheidung für das weitere Patientenmanagment zu unterstützen und damit den hohen Prozentsatz von Brustbiopsien von gutartigen Läsionen zu reduzieren. Unser Ansatz basiert auf der automatischen Suche von ähnlichen Läsionen in einer validierten und annotierten Datenbank basierend sowohl auf dem Bildinhalt als auch auf weiteren klinischen Daten. Die automatische Suche ähnlicher Referenzbilder anhand des Bildinhaltes unterstützt das fallbasierte Schließen bei der Befundung. Mittels dieses Verfahrens können passende Referenzfälle mitsamt der relevanten klinischen Daten während der Untersuchung angezeigt werden.

»MammoCAD« ist derzeit noch nicht als Medizinprodukt zugelassen. Das Fraunhofer-Institut IIS präsentiert »MammoCAD« mit dem Ziel, Partner für weitere Entwicklung, Produktion und Vermarktung zu gewinnen.

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Zertifikat

Zertifiziert nach ISO 13485

Broschüre

Medizinische Bildverarbeitung