Bayerns Wirtschaftsministerin Aigner übergibt For3D-Förderbescheid

/ 22.2.2016

Fürth, 22. Februar 2016: Die Bayerische Forschungsstiftung fördert mit 1,93 Mio € die Entwicklung neuer Anwendungsfelder für 3D-Sensoren. Am Montag übergab Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner den Förderbescheid an den Verbund »Schritthaltende 3D-Rekonstruktion und -Analyse (For3D)«. Am Entwicklungszentrum Röntgentechnik EZRT in Fürth, ein Bereich des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen IIS, nahmen Prof. Dr. Marc Stamminger, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und Sprecher des Forschungsverbunds, und Prof. Dr. Albert Heuberger, Institutsleiter des Fraunhofer IIS, den Förderbescheid stellvertretend entgegen.

© Fraunhofer IIS/Peter Roggenthin
Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner übergab am Fraunhofer-Entwicklungszentrum Röntgentechnik den Förderbescheid für den Forschungsverbund »Schritthaltende 3DRekonstruktion und -Analyse (For3D)«. Prof. Dr. Marc Stamminger (links), Friedrich-AlexanderUniversität Erlangen-Nürnberg und Sprecher des Forschungsverbunds, und Prof. Dr. Albert Heuberger (2. v. rechts), Institutsleiter des Fraunhofer IIS, nahmen den Förderbescheid stellvertretend entgegen. Personen im Bild (von links): Prof. Dr. Marc Stamminger, Prof. Dr. Günter Leugering, Prof. Dr. Heinz Gerhäuser, Ilse Aigner, Prof. Dr. Albert Heuberger, Dr. Thomas Jung.
© Fraunhofer IIS/Peter Roggenthin
Im einem Teilprojekt des Forschungsverbunds »Schritthaltende 3D-Rekonstruktion und - Analyse (For3D)« geht es um die dreidimensionale Erfassung von Pflanzenkulturen. Im Bild (v. links): Prof. Randolf Hanke (Bereichsleiter Fraunhofer EZRT), Petra Guttenberger (Landtagsabgeordnete), Ilse Aigner (Wirtschaftsministerin), Prof. Albert Heuberger (Institutsleiter Fraunhofer IIS) und Dr. Thomas Jung (Oberbürgermeister Stadt Fürth).

3D-Sensorik als Technologie der Zukunft

Computer können immer besser ihre dreidimensionale Umwelt erfassen. Während noch vor zehn Jahren das 3D-Sehen technisch aufwändig und sehr teuer war, gibt es mittlerweile eine breite Palette von 3D-Sensoren, beginnend bei kleinen Sensoren für Smartphones, Spielekonsolen oder Autos, bis hin zu großen Laserradars und Luftbildsystemen für die Erfassung von ganzen Gebäuden oder Landstrichen. In weiten Bereichen ungelöst ist allerdings noch die Verarbeitung der gigantischen Datenmengen, die mit diesen Sensoren erzeugt werden. Der neue Forschungsverbund »For3D« betreibt Grundlagenforschung auf diesem Gebiet und entwickelt neue Algorithmen und Methoden für solche 3D-Daten. »Damit sollen neue Anwendungsfelder für 3D-Sensoren eröffnet werden, z. B. zum Einsatz auf Quadcoptern und in Flugzeugen, für die Film-, Fernseh- und Computerspielbranche, für die Digitalisierung von Museen und Kunstschätzen bis hin zur Vermessung von Pflanzen«, fasst Prof. Dr. Stamminger zusammen.

Mit frischem Wissen und starken Partnern Innovationen schaffen

Der Verbund »For3D« besteht aus Forschern der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, der TU München, der Universität Bayreuth, des Fraunhofer IIS sowie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR. Beteiligt sind auch zahlreiche Unternehmen aus der bayerischen IT-Industrie, der Landvermessung, der Film- und Fernsehbranche, Kamera-, Sportartikel- sowie Saatguthersteller. »Mit den Mitteln der bayerischen Forschungsstiftung fördern wir unter anderem Verbundprojekte wie die ›Schritthaltende 3D-Rekonstruktion und -Analyse‹. Für die dritte Förderrunde haben wir dafür insgesamt rund 6,1 Millionen Euro bewilligt, davon gut 1,9 Millionen Euro für dieses Projekt. Davon profitieren bayernweit nicht nur kleine und mittlere Betriebe sondern auch Forschungseinrichtungen und Hochschulen. Die Förderung von Forschungsverbünden ist besonders effektiv. Hier gilt die alte Weisheit: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile«, erklärt Ilse Aigner.

Aigner besichtigt Forschungseinrichtung

Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner nutzte den Termin, um sich über die Forschungsarbeit des Entwicklungszentrums Röntgentechnik EZRT zu informieren. Prof. Randolf Hanke stellte hierzu ein neues Forschungskonzept »SafeProduct« vor. Die Forscherinnen und Forscher beschäftigen sich mit dem zerstörungsfreien Monitoring entlang des gesamten Produktlebenszyklus. Sie verfügen über umfassende Kompetenzen zu zerstörungsfreier Prüfung und Monitoring auf den Gebieten der Rohstoff- und Materialcharakterisierung, Produktentwicklung, Fertigungsüberwachung, Produktqualität, Sicherheit beim Produkttransport und Warenhandel, der Zustandsfunktionalität sowie der Wertstoffrückgewinnung.