Zerstörungsfreie MR an klassischen Materialien

Wir verwenden eigens entwickelte Relaxometrie-Methoden auf mobilen Tischgeräten zur Charakterisierung und Identifizierung von Materialien, die üblicherweise nicht für die Magnetresonanz geeignet sind, z. B. Kunststoffe, Silikone und Klebstoffe. Unsere Fingerprinttechnik identifiziert verschiedene Kunststoffe und ist ebenso in der Lage, Materialveränderungen zu detektieren. Neben der klassischen Prüfung erlaubt die Relaxometrie die Überwachung von Prozessen und ermöglicht es, funktionelle Aussagen zu treffen. Diese schnelle und sensitive Methode ist das ideale Verfahren, um Zeitverläufe im µs-Bereich bis hin zu Tagen und Wochen zu beobachten. Beispiele hierfür sind Trocknungs-, Aushärte- oder Mischprozesse. Auf Grund der Geschwindigkeit der Messungen eignet sich die Methode ebenfalls für die Inline-Prozessregelung.

In der Qualitätssicherung können Defekte und Kontaminationen mit speziellen Methoden detektiert oder auch an Prüfmustern durch Schicht- bzw. 3D-Aufnahmen lokalisiert werden. In der Bildgebung von Zweikomponenten-Materialien, beispielsweise Silikon oder PU, lassen sich zusätzlich Homogenität und Vernetzungsgrad bestimmen.

Bei der Entwicklung wurde großer Wert auf die Skalierbarkeit und Portierbarkeit gelegt. Hierfür wurde die Positioniereinheit vollmechanisch ausgelegt, wobei auf die bestehenden Antriebsachsen des Tomographen zurückgegriffen wird. Da keine elektrische Verbindung benötigt wird, beschränkt sich der Aufwand zur Aufrüstung einer bestehenden CT auf das Anflanschen des Manipulators auf die Drehachse. Mittels Softwaresteuerung wird das Prüfobjekt automatisiert und definiert bewegt.

Anwendungsfelder

  • Material- und Bauteilprüfung
  • Material- und Werkstoffanalytik
  • Qualitätssicherung und Prozesskontrolle
  • Hydrierungs- und Trocknungsprozesse
  • Recycling
  • Entwicklung spezifischer ultraschneller MR-Technologien und Hardware

Vorteile und Nutzen

  • Schnelle eindeutige Identifizierung von Material und Zustand anhand der Relaxometrie
  • Mobil einsetzbares Verfahren
  • Herstellung mobiler und miniaturisierter Geräte und Komponenten
  • 3D-Darstellung komplexer Proben
  • Detektion von Fehlstellen und Verunreinigungen
  • Ortsaufgelöste Spektroskopie
  • Ortsverteilung und Dynamik von Wasser, Lösungen, Ölen und Gasen
  • Chemische Zusammensetzung: z.B. Wasser-, Zucker und Fettgehalt
  • Zugriff auf Struktur, Porengrößen und –verteilung
  • Informationen über Dichte, Vernetzung und Konzentration
  • Analyse von Fluss, Fließverhalten, Diffusion und Viskosität