FORTE – Facility for Over-the-Air Research and Testing

Außenansicht der FORTE-Testanlage in Ilmenau
© Foto Fraunhofer IIS/Christoph Gorke

Die FORTE-Einrichtung am Standort Ilmenau ist eine Testanlage für mobile Satellitenkommunikationssysteme (FORTE SatCom).

Darüber hinaus dient die Anlage für Tests von Antennenfunksystemen in virtueller elektromagnetischer Umgebung (FORTE OTAinVEE).

 

FORTE SatCom

Testanlage für die mobile Satellitenkommunikation

FORTE - Facility for Over-the-Air Research and Testing

 

FORTE OTAinVEE

Over-the-Air-Tests in virtueller elektromagnetsicher Umgebung

Referenzprojekte

Kooperative Wahrnehmung und Situationserkennung in Mobilität und Logistik mittels Passiv-Radar (KoSiMolo)

Die öffentlichen Mobilfunknetze der zukünftigen 5. Generation (5G) werden für die Digitalisierung in intelligenten Verkehrssystemen, Mobilität und Logistik eine Schlüsselrolle spielen. Dieses Projekt hat neuartige Prinzipien für die kooperative Passiv-Radar-Sensorik zum Ziel, die einen verbesserten Schutz für Verkehrsteilnehmer und mehr Sicherheit in Logistiksystemen erlauben. Dabei werden die weitreichenden und innovativen Möglichkeiten von 5G ausgenutzt, wie kurze Latenzzeiten, eine große Flexibilität bei der Zuweisung von Funkressourcen sowie neue Datendienste, wie Mobile Edge Computing. Da Passiv-Radar keine neuen Frequenzen benötigt, kann dieses Prinzip als ressourcenschonende grüne Technologie angesehen werden.

Gefördert durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds

Virtuelle Elektromagnetische Umgebung für die Erprobung und Entwicklung von Funksystemen (VEUSys)

Ziel des Vorhabens ist die Erweiterung einer bereits bestehenden Geräteinfrastruktur in der Fraunhofer-Versuchsanlage FORTE (Facility for Over the air Research and TEsting) für den Test von Funksystemen über die Luftschnittstelle in einer virtuellen elektromagnetischen Umgebung. Diese Umgebung soll es ermöglichen, beliebige Funkanwendungen im Bereich von wenigen MHz bis 6 GHz unter realistischen Wellenausbreitungsbedingungen wiederholbar und unter kontrollierten Bedingungen zu emulieren.

Aufgrund der Zunahme der Komplexität und der Vielzahl der Anwendungsszenarien von Funksystemen sind Freifeldtests oftmals zu kostenintensiv und/oder aufgrund von regulatorischen Einschränkungen nicht zulässig (z. B. Frequenzregulierung, nur sehr begrenzt mögliches autonomes Fahren im Testbetrieb). Das Testsystem findet Anwendungen in den Bereichen des Mobilfunks (4G, 5G), der Satellitennavigation (GPS, Gallileo), der Fahrzeug-zu-Fahrzeug-, der Fahrzeug-zu-Infrastruktur- sowie der Industriekommunikation.

Modulare Signalverarbeitungsplattform für Mobilkommunikation und Funksensorik (RadioLab)

Ziel des Vorhabens ist die Anschaffung und Inbetriebnahme einer Signalverarbeitungsplattform für Anwendungen in der Mobilkommunikation und Funksensorik. Das anzuschaffende Großgerät soll in einem variablen Frequenzbereich bis 20 GHz und mit einer Bandbreite von bis zu 800 MHz HF-Signale erfassen und erzeugen können. Die sender- und empfängerseitige Mehrkanaligkeit unterstützt moderne Mehrantennen-MIMO-Prinzipien (MIMO: Multiple-Input-Multiple-Output). Die enthaltene FPGA-Rechenleistung erlaubt eine programmierbare Echtzeitsignalverarbeitung.

Das Gerät ist besonders für Anwendungen auf den Gebieten der Funkkanalmessungen (Channel Sounding), MIMO-Funkkommunikation sowie Funklokalisierung und Radarsensorik ausgelegt. Damit wird die Demonstration von Signalverarbeitungsprinzipien ermöglicht, die vor allem im Kontext des zukünftigen Mobilfunkstandards der 5. Generation interessant werden.

Neubau am Standort Ilmenau

Neubau Ilmenau
© Foto Beeg Lemke Architekten GmbH

Die Fraunhofer-Gesellschaft baut seit dem Sommer 2016 ihren Forschungsstandort Ilmenau im Gewerbegebiet »Am Vogelherd« aus.

Das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB, Institutsteil Angewandte Systemtechnik AST und das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS, Abteilung Drahtlose Verteilsysteme DVT errichten ein gemeinsames Institutsgebäude. Entstehen wird ein offen gestaltetes Gebäude, das sich unaufdringlich in die Umgebung einfügt und das Stadtgebiet gegenüber Anwohnern und Gästen aus Wirtschaft, Tourismus und Politik einladend präsentiert.

Der Neubau wird die Zusammenarbeit beider Forschungseinrichtungen intensivieren und gemeinsame Entwicklungen, welche neue Märkte erschließen und im Verbund besondere Alleinstellungsmerkmale ermöglichen, zulassen.

Auf vier Ebenen entstehen insgesamt 3400 Quadratmeter Büro-, Labor-und Schulungsräume, in denen bis zu 212 Mitarbeiter Platz finden. Das Grundstück von insgesamt 18 000 Quadratmetern ermöglicht zudem, das Gebäude bei Bedarf zu erweitern. Die geschätzten Baukosten liegen bei 25 Mio €, von denen 40% (10 Mio €) aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung EFRE 2014 –2020, 30% (7,5 Mio €) vom Freistaat Thüringen aus dem Operationellen Programm »Investitionen in Wachstum und Beschäftigung Thüringen« sowie 30% (7,5 Mio €) aus der Grundfinanzierung des Bundes gedeckt werden.