Magnetresonanz

Magnetresonanz in der Anwendung - nicht nur "eine Röhre"!

 

Die Magnetresonanz (MR) ist bereits seit langem in der Medizin ein unverzichtbares bildgebendes Standardverfahren. Im Allgemeinen werden hierbei Geräte mit einer magnetischen Feldstärke von 1,5 Tesla (T) und 3,0 T verwendet.

Für unsere Forschung verwenden wir MR Geräte mit Magnetfeldstärken von 17,6 T bis hinunter zu Geräten die mit dem Erdmagnetfeld arbeiten. Alle unsere Geräte verfügen über eine Auswahl an Standardverfahren, die für Routine-Anwendungen ausgelegt sind.  Für darüberhinausgehende spezielle Fragestellungen werden die Verfahren von uns angepasst oder ganz neu konzipiert.Der Begriff Computertomographie setzt sich zusammen aus »Computer« und »Tomographie«. »Tomographie« bedeutet die schichtweise Darstellung unterschiedlicher Regionen des untersuchten Objektes. Mit einem modernen Computertomographen können innerhalb von weniger Minuten Abschnitte oder der gesamte Objekte dargestellt werden. Wie bei konventionellen Röntgenaufnahmen beruht die Computertomographie auf der Abschwächung von Röntgenstrahlen durch verschiedene Materialien im Objekt. Im Computertomographen wird hierzu das Objekt zwischen Röntgenröhre und Detektor gedreht, wobei der untersuchte Objektteil durch einen kegelförmigen Röntgenstrahl abgetastet wird. Von dem angebrachten Detektor wird die vom Objekt mehr oder weniger abgeschwächten Röntgenstrahlen erfasst und an einen Computer zur Rekonstruktion und Bearbeitung weitergeleitet. Dieser errechnet dann aus den Messwerten Schichtbilder. Systeme mit Flächendetektoren können gleichzeitig mehrere Schichten erfassen, was den Ablauf der Untersuchung erheblich beschleunigt. Während früher nur zweidimensionale Schichtbilder berechnet wurden, werden heute üblicherweise dreidimensionale Volumendatensätze erzeugt, die auch Berechnungen über Schichtebenen hinaus erlauben und eine plastische dreidimensionale Abbildung des Objektes ermöglichen.

Abbildung 1: von links nach rechts 0,5 T Tischgerät für das Labor, 3,0 T klinisches MR und 17,6 T Ultrahochfeld-Gerät

Anhand Ihres Messauftrages wählen wir das entsprechende Gerät aus unserem vielseitigen Equipment (Equipment I, Equipment II).

Auch hier gehen unsere Hardwareentwickler auf besondere Kundenwünsche ein und passen Magnete und Spulen an die gegebenen Rahmenbedingungen an.

Anwendungsbeispiele, die wir schon umgesetzt haben, umfassen Themen aus der Medizin, Materialforschung und zerstörungsfreien Mess– und Prüfmethodik. Die Vielseitigkeit der MR zeigen die folgenden Beispiele:

·         präklinische und klinische Diagnostik

·         Chemische Analytik (z.B. Blutproben, ...)

·         Qualitätsanalyse (z.B. Lebensmittel, ...)

·         Materialforschung (z.B. Kunststoffe,  Silikone...)

·         Prozesskontrolle (z.B. Bioreaktor, ...)

·         Bodencharakterisierung (z.B. Erdölindustrie, ...)

·         Phänotypisierung von Pflanzen in der Agrarforschung

·         Chargenkontrolle durch molekulare Fingerprints

·         MR Safety